Dass es kein ewiges Wachstum auf unserem begrenzten Planeten geben kann, ist spätestens seit der Veröffentlichung „Die Grenzen des Wachstums“ (Wikipedia) des Club of Rome in den 70er Jahren bekannt. Dennoch flammt erst jetzt – in Anbetracht sich bestätigender und auch tatsächlich mess- und beobachtbarer Konsequenzen unseres globalisierten Wirtschaftens – erneut eine breite Diskussion um diese im Grunde bereits alten Erkenntnisse auf.

Frau Dr. Annette Schlemm von der Zukunftswerkstatt Jena versuchte am gestrigen Abend mit einem faktenreichen und wissenschaftlichen Vortrag im Familienzentrum Schlöben den Zuhörern ein recht neues Konzept zur Bewertung der Belastung von ökologischen Grenzen der Erde nahezubringen: das Konzept der Planetaren Grenzen (Wikipedia). Einmal mehr wurde dabei deutlich, wie sehr unsere Zivilisation über ihre Verhältnisse lebt und wie dringend wir grundlegende Kursänderungen vornehmen müssen, sollen unsere Kinder und Enkelkinder noch eine ähnliche Lebensqualität genießen dürfen, wie wir heute!

Die Frage, die wir uns alle stellen müssen ist, wie lange wir die sich auftürmenden Probleme noch vor uns herschieben können? Wie lange können wir die Verantwortung noch von uns schieben und sagen, dass sich doch andere darum kümmern sollen? Wie lange können wir uns „Business as usual“ noch erlauben?

Mit der bevorstehenden Ausarbeitung eines Gemeindentwicklungskonzeptes, das die Gestaltung des Miteinanders und der unmittelbaren Umgebung in direkter Reichweite für die kommenden 15 oder gar 20 Jahre bahnen soll, hat die Gemeinde in Kürze die einmalige Gelegenheit, diesen als krisenhaften, aber wissenschaftlich gesicherten Zukunftsaussichten mit Vorausschau zu begegnen. Ideen, Vorschläge und rege Beteiligung seitens aller Gemeindemitglieder sind dazu dringend erwünscht!

Web-Tipp für Zukunftsforscher: http://www.zukunftsentwicklungen.de

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