– Beginn des amtlichen Teils –

Amtliche Mitteilungen

Folgende Beschlüsse wurden in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 21.02.2017, am 21.03.2017, am 25.04.2017 und am
13.06.2017 gefasst:
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 13.12.2016
– Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2015
– Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2015
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 21.02.2017
– Redercht für alle anwesenden Gäste der Gemeinderatssitzung
– Beschluss über die Entrichtung des Beitrages für die Herstellung der öffentlichen Entwässerung für das Flurstück 168/8 in der
Flur 1 Schlöben
– Beschluss über den Nachtrag zur Dorferneuerungsmaßnahme Gröben in Höhe von 47.585,13 Euro
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 21.03.2017
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 25.04.2017
– Rederecht für Frau Kuska zum Thema Aufstellung einer Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschluss über die Aufstellung einer Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschluss über den Entwurf und die Auslegung der Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschlussfassung zur Änderung der Satzung zur Erhebung der Grundsteuern und der Gewerbesteuern (Hebesatzsatzung)

 

Informationen des Bürgermeisters

Gebietsreform
Mit dem Urteil des Thüringer Verfassungsgerichts haben sich die Grundlagen für die Gemeindegebietsreform zwar nicht wesentlich geändert, aber der Zeitplan wird ein anderer werden. Wie Sie bereits informiert wurden, hat der Gemeinderat zwei Verhandlungsrichtungen (Jena und Stadtroda) vorgegeben. Die ersten Termine zur Sondierung sind vereinbart. Noch hat die Landesregierung keine neuen Entscheidungen getroffen, es ist aber davon auszugehen, dass freiwillige Zusammenschlüsse weiter finanziell unterstützt werden.

Haushaltsführung 2017

Erstmals nach 27 Jahren muss die Gemeinde in die Haushaltssicherung. Die wesentlichen Gründe liegen in der permanenten Erhöhung der Kreisumlage ( in den letzten 3 Jahren um 47,2 % ) und der gestiegenen Kosten der Kinderbetreuung aufgrund der hohen Kinderzahl. Allein diese beiden Ausgabepositionen übersteigen die Gesamteinnahmen. Das Dilemma liegt im
Kommunalen Finanzausgleich. Unsere ständig gestiegene eigene Finanzkraft führt zu weniger Zuweisungen durch das Land. Gleichzeitig erhöht sie die Umlagekraft. Festzuhalten ist aber auch, dass wir über Jahrzehnte im Gebühren- und Abgabenniveau unter dem Schnitt der Thüringer Gemeinden lagen und dass bei einer überdurchschnittlichen Investitionstätigkeit. Für den
Gemeinderat ist es immer ein Spagat, dass diese Schere sich nicht zu weit öffnet, zumal Ihre Ansprüche nicht zurückgehen und nach wie vor jede Menge Wünsche (Forderungen) da sind. Insofern ist es wichtig Synergien zu schaffen und sich Aufgaben mit den Nachbarn zu teilen. Wie zum Beispiel die Gewässerunterhaltung in Verbindung mit dem Hochwasserschutz.
Fast 10 Jahre hat es gedauert eine Arbeitsgemeinschaft zum Abflussgebiet „Untere Roda“ zu gründen, um dieses Problem, auch im Angesicht des Klimawandels gemeinsam zu stemmen.
Das Land fördert diese Gemeinsamkeit und dennoch beteiligen sich nicht alle Anliegergemeinden. Um wieder auf finanziell sichere Füße zu kommen (es geht nicht um die Verschuldung) müssen wir Bedarfszuweisungen beim Land beantragen. Eine erste Folge haben Sie unmittelbar gespürt, die Anhebung der Hebesätze der Grundsteuern, die u.a. Voraussetzung dafür sind. Auch ist schon zu Jahresbeginn die Kostenbeteiligung der Eltern an der Kinderbetreuung erhöht worden. Die Gemeinde befindet sich nach wie vor in der vorläufigen Haushaltsführung, was bedeutet, dass nur unabwendbare Ausgaben getätigt werden dürfen.

Dorferneuerung
Die Baumaßnahme in Gröben steht vor dem Abschluss. Restarbeiten sind noch an den Stützmauern und bei den Elektroleitungen inclusive Straßenbeleuchtung zu erbringen. Das
war für die Gemeinde eine gewaltige Kraftanstrengung, galt es doch, verschiedene Bauherrn zu koordinieren. Aber ebenso für die GröbenerInnen, die mehr oder weniger klaglos über lange
Zeit starke Beeinträchtigungen ertragen mussten. Für dieses Verständnis herzlichen Dank und wir können nur hoffen, dass das Ergebnis für lange Zukunft entschädigt.

Gemeindliches Entwicklungskonzept ( GEK )
Nach dem das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginn schon im Frühjahr genehmigt hatte, wurde nach zähen Verhandlungen auch eine positive Stellungnahme der Kommunalaufsicht erwirkt. Wesentlicher Punkt ist der kommunale Eigenteil der Gemeinde, der durch das Agrarunternehmen „Wöllmisse“ Schlöben eG vorgestreckt wird. Vielen Dank dafür. Gegenwärtig erfolgt durch das beauftragte Unternehmen, die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) die allgemeine Datenerhebung, bevor die sich gebildete Arbeitsgruppe nach der Sommerpause weiterarbeiten wird. Wir werden unmittelbar darüber informieren.

Bürgerliches Engagement
Erfreulich ist, dass scheinbar auch initiiert durch den Bürgerdialog zur Gebietsreform, aber auch darüber hinaus aus der Bevölkerung, neben der traditionellen Vereinstätigkeit Initiativen zur
Gestaltung des dörflichen Lebens erwachsen. Anregungen gibt es auch aufgrund bewährter und neuer Formate, wie die Nachhaltigkeitsreihe im Familienzentrum. So pflanzen nunmehr neben den Jagdgenossenschaften auch Bürger Obstbäume im öffentlichen Raum, ergänzt durch die Schulanfänger unseres Kindergartens.
Eine Gruppe um Christian Schorsch aus Schlöben hat sich am Wettbewerb der Regionalen Aktionsgruppe Saale-Holzland eV „Dörfer in Aktion“ beteiligt und gute Aussichten auf Erfolg.
Hier geht es vor allem um ehrenamtliche Stunden, die zur Neugestaltung und Erhaltung des öffentlichen Raumes von vielen geleistet werden müssen. Bemerkenswert ist der Zusammens
c h l us s vo n 2 4 Grundstücksanteileignern in Trockhausen, die sich zusammengetan haben, um gemeinsam ihre Grundstücksentwässerung zu regeln.

Der Verein „Realia“ hat am Sport-und Spielplatz in Gröben zwei neue Sitzraufen gestiftet. Di e Ma i b aumge s e l l s cha f t Schlöben beginnt die Fassade des Vereinshauses in Schlöben
zu sanieren. Die Fußballer des SV Wöllmisse gestalten die Umgebung und das Vereinshaus am Sportplatz in Rabis mit breiter Unterstützung vom Feuerwehrverein bis Privatunternehmen
um. So entsteht u.a. ein Beach-Volleyballfeld. Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle die vielen Grundstücksanlieger, die unaufgefordert, mit und ohne Vertrag öffentliche Flächen oftmals schon viele Jahre pflegen und unterhalten.

(Fotos: Gemeinde, oben Sitzraufen; unten Trainerbänke)

Ordnungsbehördliche Informationen
Scheinbar im völligen Widerspruch zum vorhergeschriebenen steht die steigende Zahl von Ordnungswidrigkeiten und Nachbarstreitigkeiten unter Einbeziehung von Rechtsanwälten, Ordnungsamt, Polizei und Schiedsstelle. Inwieweit das dem Zeitgeist entsprechen könnte, vermögen wir nicht zu beurteilen. Dass das Leben auf dem Lande anstrengender ist, weil nicht so anonym, wissen wir. Dass daraus eigentlich mehr Gemeinsamkeit entstehen sollte, s.o. können wir nur hoffen. Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf verweisen, dass die Gemeinde nicht die Ordnungsbehörde ist, sei es bei großen Hundesch…haufen oder dem ruhenden Verkehr. Andererseits scheinen Appelle an die Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme in unserer Dorfzeitung auch wenig zu nutzen.

– Ende des amtlichen Teils –

Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen
Mit wärmer werdendem und sonnigem Wetter ist wieder ein zunehmender Kraftfahrzeugverkehr im Wald des Naturschutzgebietes Kernberge-Wöllmisse festzustellen. Bei der
Benutzung der Waldwege ist jedoch einiges zu beachten. Wir bitten Sie, die Regeln im Sinne der Natur, der Waldeigentümer und Erholungssuchenden einzuhalten.Waldwege sind grundsätzlich gesperrt für Kraftfahrzeuge aller Art, außer Forstbetrieb. An verschiedenen Stellen am und im Wald weisen orangene Schilder darauf hin. Spazier- oder Ausflugsfahrten in den Wald oder die Nutzung der Waldwege als Verkehrswege zwischen Ortschaften sind nicht erlaubt. Dahingehende Verstöße werden mit einem Verwarngeld geahndet. Die Benutzung von Waldwegen durch Kraftfahrzeuge ist ausschließlich zur Erfüllung forstwirtschaftlicher Aufgaben gestattet. Dazu zählen die Holzernte, die vorbereitende Arbeiten, Waldschutzmaßnahmen, der Naturschutz, die Walderneuerung sowie die Jagd. Pilze suchen ist keine forstwirtschaftliche Tätigkeit. Das Recht jedermanns, sich Früchte wie Pilzen, Beeren, Zapfen oder Nüsse, Kräuter und Gräser in geringen Mengen und zum eigenen Verbrauch als auch Pflanzen in der Menge eines Handstraußes anzueignen, bleibt davon unberührt. Aber der Wald darf dafür nur zu Fuß betreten werden. Das Fahren mit Kraftfahrzeugen außerhalb forstwirtschaftlicher Aufgaben ist nur mit der Zustimmung des Waldbesitzers zulässig. Weitere Genehmigungen erteilt schriftlich das zuständige Forstamt Jena-Holzland in begründeten Einzelfällen.
Das Waldgebiet „Wöllmisse“ ist ausreichend durch ganzjährig befahrbare befestigte Waldwege erschlossen. Zum Erreichen der eigenen Waldflächen und im Rahmen der Forstwirtschaft sind diese Wege zu benutzen. Sie lassen ihre Bestimmung für den auf Dauer angelegten forstwirtschaftlichen Verkehr erkennen. Abkürzungen durch die Bestände im Staatswald auf Gassen, Erd- oder sogenannten Maschinenwege sind verboten! Besteht nur die Möglichkeit der Nutzung eines unbefestigten Weges zum Erreichen der eigenen Waldfläche, ist die Befahrung mit dem Grundeigentümer vorher abzustimmen.

(Foto: Frauenschuh- Orchiden, S. Engeter)

Auch das Radfahren ist nur auf festen Wegen und Straßen erlaubt. Das Reiten ist noch weiter eingeschränkt und ist ausschließlich auf dafür gekennzeichneten Wegen und Straßen gestattet.
Nicht immer ist das, was bisher geduldet wurde, richtig. Wald wechselt die Eigentümer und deren Vorstellungen sowie Nutzungsabsichten sind häufig anders, als jene ihrer Vorgänger. Ebenso ist das Interesse der größtenteils Stadtbevölkerung nach Erholung und sportliche Betätigung im Wald ein anderes, als noch vor wenigen Jahren. Die Besucher sind sowohl aufmerksamer als  auch kritischer geworden. Der Schutz der Natur steht in einem anderen Fokus und die Öffentlichkeit ist sensibler als jemals zuvor. Deswegen ist ein korrekter Umgang mit Wald so wichtig. Vor allem aber ist es unsere Pflicht, die Ressourcen und die Schönheit der Natur zu bewahren, jetzt und für die Zukunft. Stefan Engeter, Revierleiter Wöllmisse

Kita- Familiensportfest 2017
Alle Jahre wieder,… gemeinsam mit dem Sportverein „Wöllmisse“ das traditionelle Familiensportfest am 17.06.2017. Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen waren zum 13. Familiensportfest alle Kinder mit ihren Eltern und Bekannten eingeladen, zu sportlichen Aktivitäten & Spielen. Wie in jedem Jahr, erfuhr der Kindergarten wieder sehr viel
Unterstützung durch den ortsansässigen Spor tverein und zahlreichen Sponsoren, bei denen wir uns auf diesen Weg ganz herzlich bedanken.
Neben den beliebten Wettspielstationen, wie Rollerrennen, Schubkarrenrennen, u.v.m. gab es wieder reichlich Gelegenheit für ein entspanntes Miteinander aller Erwachsenen untereinander.  Unter den Mitwirkenden war auch wieder die Ortsfeuerwehr aus Rabis mit den beliebten Wasserspritz- und Wettspielen mit dabei, auch hier eine herzliches Dankeschön. Gaumenfreuden, wie traditionelle leckere Eierkuchen, Eis oder Bratwürste, frische liebevoll gestaltete Obstteller, kamen, wie jedes Jahr, nicht zu kurz und bereicherten unser Familienfest in hohem Maße. Wir, als Kindertagesstätte „Rappelkiste“, möchten uns, auch stellvertretend im N ame n u ns e r e r  Kinder, bei allen Helferinnen/er, bei den Organisatoren, der Unterstützung seitens der Gemeinde
Schlöben herzlich bedanken. Besonders danken wir Bernd Müller, der für unsere Kinder wieder in die Rolle des Clown schlüpfte und somit für eine lockere lustige Stimmung sorgte. Die Mitarbeiterinnen & Kinder der „Rappelkiste“

(Fotos: Frau Hendel)

Vorankündigung
Neben dem traditionellen Sommerfest in Gröben und dem Traktorentreffen in Rabis wird es am 26. August in Trockhausen  ein kleines Dorffest geben. Anlass ist das 690-jährige Jubiläum der
Ersterwähnung, zu dem unter Federführung von Klaus Glaßer mit Hilfe von Martin Taubert und Manfred Thieß eine Chronik erstellt wurde, die die Geschichtskonferenz Schlöben publiziert.
Nach langer Zeit, den Ort zusammenzuführen, der immerhin von 1990 bis heute von 20 auf 100 Einwohner gewachsen ist. Am 9.9. feiert das Familienzentrum (FIZ) sein 5-jähriges Bestehen.
Dazu auch schon jetzt eine herzliche Einladung.

Schulanfänger 2017
In diesem Schuljahr werden 65 Kinder in die Grundschule Schlöben eingeschult.

 

Aus dem Geschichtsverein
Die Mitglieder der Geschichtskonferenz Schlöben e. V. unternahmen am 21. Juni d. J. eine Ausfahrt nach Wolfersdorf, um sich in einer Führung durch das Schloss „Fröhliche Wiederkunft“ einen Überblick über die Fortschritte bei der Restaurierung dieses Kleinodes unserer Region zu verschaffen. Der einstündige Rundgang durch die z. Z. schon begehbaren musealen Räume des Schlosses war sehr ansprechend. Eine sachkundige Führung mit vielen Detailinformationen sorgte für eine kurzweilige und interessante Stunde. Eine Einkehr in die Gaststätte „Zum Schüsselgrund“ rundete den Besuch in Wolfersdorf ab.

Alle Bilder Lorenz Hempel. Oben rechts u. links Schlossansichten, rechts verwirrendes Bild- eine Wendeltreppe im Schloss

Die Busexkursion unseres Vereins soll uns in diesem Jahr nach Wittenberg führen. Sie findet am Samstag, den 30. September statt. Geplant ist eine Stadtführung durch die historische Stadt der Reformation mit dem Besuch der Schlosskirche, der Stadtkirche, des Luther-Hauses und des Luther-Panoramas von Asisi.
Zwischendurch ein Mittagessen und ein Kaffeetrinken zum Ausklang.Abfahrt: Samstag, den 30. 9. 2017 7:30 h am Denkmal in Schlöben
Rückankunft in Schlöben: gegen 19 hUnkostenbeitrag für Bus, Eintrittskarten und Führungen: 50,- e pro Person
( Mittagessen und Kaffeetrinken geht auf eigene Rechnung).
Die Teilnahme an der Exkursion steht allen Interessierten offen.
Hiermit wird herzlich eingeladen, rege Gebrauch von dieser Möglichkeit zu machen.
Anmeldung und Entrichtung des Unkostenbeitrages bitte bis zum 15. August d. J. im Gemeindebüro oder bei mir (Schlöben
Nr. 27, Tel. 13844).Lorenz Hempel

Sinnspruch:

„Ein Schiff im Hafen ist sicher. doch dafür werden Schiffe nicht gebaut“
John Augustus Shedd

Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16