Gedanken zum neuen Jahr

Die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Aber das kann kein Grund sein, die Hoffnung aufzugeben.
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.
Niemand weiß, ob Luther diesen Satz wirklich so gesagt hat.Trotzdem ist er tröstlich, gerade jetzt, wo es sich tatsächlich so anfühlt, als könnte morgen schon die Welt untergehen.
Gerade jetzt stellt sich die Frage, wie weitermachen in diesen „postfaktischen“ Zeiten, in der Argumente nicht mehr zählen und offensichtlich die absurdesten Dinge geschehen können.
Die Vernunft setzt sich durch, das Bessere siegt, schien ein unumstößliches Naturgesetz, vor allem in Europa. Der gesellschaftliche Fortschritt in allen Lebensbereichen war beinahe unaufhaltsam, manchmal etwas schleppend, aber die Richtung stimmte.
Wenn nun der Fortschritt an der Macht ist, sozusagen zum Establishment wird, was macht das mit den Menschen, die sich dem nicht zugehörig und manchmal abgehängt fühlen. Und mit denen, die oft auf der Seite der Unterdrückten und Entrechteten standen und nun plötzlich zu den Eliten gehören sollen. Beide haben den Kontakt zueinander verloren, so dass die einen „Denkzettel“ verteilen und die anderen darüber überrascht sind.
Viel schwerwiegender ist aber, dass bei all dem Fortschritt, die Aufmerksamkeit verloren gegangen ist, auf die Folgen unseres guten

Lebens, trotz Mülltrennung, Bioenergie und -kost, Geschlechtergleichheit,….
Insofern ist der Fortschritt lediglich Makulatur und hat uns bequem gemacht.
Wenn die kommenden Zeiten ungemütlich werden, bedeutet es herunterzukommen vom Anspruch, die Welt retten zu wollen, sondern
sachlich, das zu tun, was man als richtig erkannt hat, ohne wütend und zynisch zu sein.
Manche nennen das auch Haltung.
Ein Dorf kann eine ganze Streuobstplantage anlegen.
Seien Sie dabei.
Ihr Bürgermeister Hans-Peter Perschke

– Beginn des amtlichen Teils –

Folgende Beschlüsse wurde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 13.12.2016 gefasst:

  • Bestätigung des berichtigten Gemeinderatsprotokolls vom 27.09.2016
  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 29.11.2016

– Informationen des Bürgermeisters –


Gemeindliches Entwicklungskonzept

Nach der öffentlichen Vorstellung von drei Planungsbüros hat der Gemeinderat die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH für die Erarbeitung eines gemeindlichen
Entwicklungskonzepts ausgewählt. Zunächst muss bis zum 15. Januar 2017 ein entsprechender Förderantrag beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gera zur Förderung des Konzepts eingereicht werden. Dieser muss eine erste Bestandsanalyse und die wesentlichen Entwicklungsziele enthalten. Ein wesentliches Element ist eine aktive BürgerInnenbeteiligung.
Hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Der Auftakt wird am 04.01.2017 um 16.00 Uhr im Familienzentrum Schlöben sein. Schön wäre es, wenn sich aus allen Orten MitstreiterInnen finden
würden. Neben den Klassikern der Dorferneuerung soll ein Maßstab der Planung die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie sein. Parallel dazu wird über ein Förderprojekt des Kindergartens
eine Sozialraumplanung laufen, die mit dem gemeindlichen Entwicklungskonzept verschmolzen werden soll. Zielstellung des Gesamtvorhabens ist, mit allen Orten unserer Gemeinde „Förderschwerpunkt der Dorferneuerung“ zu werden, in dem künftig gemeindliche und private Investitionen garantiert gefördert werden, aber auch in einem breiten Konsens, die weitere
Entwicklung unserer Orte zu gestalten. Bezüglich der Gebietsreform wird im Falle einer erfolgreichen Umsetzung unser Konzept Bestandteil jeglicher Vertragsverhandlungen.

 

Gebietsreform

Aktuell beherrscht dieses Thema nicht nur die Medien, sondern auch die allgemeine Debatte in unseren Orten. Bei aller Emotionalität und persönlichen Präferenzen sollte Sachlichkeit einziehen, zumal die Informationen zu den Rahmenbedingungen durchaus für Verwirrung sorgen könnten, stehen doch möglicherweise ein Volksbegehren und Klagen im Raum. Momentan gilt die aktuelle Gesetzeslage, die Ihnen mittlerweile bekannt ist.
Natürlich befinden wir uns in einem zusätzlichen Spannungsfeld, ob unserer geographischen Lage, die mehrere Möglichkeiten von Gemeindezusammenschlüssen bietet, neben dem Wunsch
der Stadt Jena uns einzugemeinden. Und das alles unter dem Vorbehalt der Genehmigungsfähigkeit. Deshalb wird es unmittelbar zu Jahresbeginn Gespräche mit dem Innenministerium geben, um die weiteren Verhandlungen mit unseren Nachbarn auf rechtssichere Füße zu stellen. Über die Zwischenergebnisse werden wir unmittelbar öffentlich informieren. Zielstellung ist und bleibt den größtmöglichen Konsens innerhalb unserer Gemeinde für eine künftige Entscheidung zu erreichen.

Haushaltsplanung 2017

Der Gemeinderat hat noch keine Haushaltssatzung für das neue Jahr erlassen.
Zunächst soll der Jahresabschluss 2016 erstellt werden. Wobei davon auszugehen ist, dass wir durch einen dramatischen Steuereinnahmeeinbruch einen relativ hohen Fehlbetrag einfahren werden. Die Entscheidung über die Kreisumlage wurde zunächst vertagt,  könnte aber für uns eine nicht unerhebliche Mehrbelastung bedeuten. Unabhängig davon wird die Baumaßnahme in Gröben weitergeführt. Bei guter Witterung werden die Arbeiten unmittelbar im neuen Jahr wieder aufgenommen.

 

– Ende des amtlichen Teils –

 

 

Vorstandswahl des Feuerwehrvereins Rabis-Zöttnitz am 24. Nov. 2016


Wieder sind drei Jahre herum, ein neuer Vorstand musste gewählt werden. Es stand außer Frage, dass von dem bisherigen Vorstand in den letzten 3 Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet wurde. Es stand auch außer Frage, dass eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern  zum Gelingen beigetragen haben, sodass es rundherum immer eine gelungene Sache wurde. Es war aber zunehmend zu verzeichnen, dass die Absicherung der Feste mit eigenem Personal, sprich vor allem der Traktorenschau, schwieriger wurde und der Verein auf die Mithilfe freiwilliger Helfer angewiesen war und diese auch erhalten hat. Der Grundtenor der Versammlung, nach einer angeregten, vielschichtigen, breiten und sauber geführten Diskussion, war:
Wir wollen ein Fortbestehen des Vereins und die Weiterführung der Tradition. Rabis war Vorreiter der vielen jetzt in der Umgegend stattfindenden Traktorenschauen, ein Aufgeben trotz  steigender Anforderungen und Auflagen kommt nicht infrage.  Von den anwesenden Personen wurden immerhin beachtliche neun Mitglieder zur Wahl in den 5-köpfigen Vorstand vorgeschlagen,
das waren:

Maik Winkler, Christiane Schlegel, Christel Krüger, Harald Schwanse, Stefanie Piontek, Siegfried Geisenhainer, Holger Dahm, Felix Teubner und Klaus Biedermann.

Bei Annahme der Wahl entschied die Anzahl der erhaltenen Stimmen. Jeder der Vorgeschlagenen wies nach der Auszählung mindestens 25% der abgegebenen Stimmen auf. Dieses Ergebnis lässt für die Zukunft des Vereins hoffen und zeigt, dass die entsprechende Bereitschaft auch weiter da ist.

Im Ergebnis der Wahl formierte sich der neue Vorstand wie folgt:

Maike Winkler – Vorsitzender (nun schon seit 2004)
Christiane Schlegel – Stellvertreterin
Harald Schwanse – Kassenwart, Finanzen
Klaus Biedermann – Öffentlichkeitsarbeit
Christel Krüger – Schriftführerin
Revisionskommission: Nora Schlegel und Heidrun Dahm

Aber vor der Vorstandswahl, die als Geheime Wahl durchgeführt wurde, wurden die Rechenschaftsberichte vom Vereinsvorsitzenden Maik Winkler, dem Kassenwart Harald Schwanse und Klaus
Biedermann von der Revisionskommission gehalten. Der FWV unterstützte in den zurückliegenden 3 Jahren viele Aktivitäten, so z.Bsp. die

Schule Schlöben – 200,- E (Zirkusprojekt)
Kirche Rabis – 300,- E (Kirchenfenster)
Sport- und Spielfeste – 200,- E (auf dem Sportplatz Rabis)
Spielplatz Rabis – 520,- E (Rundholzeinfassung)

Nicht zu vergessen sind noch weitere Unterstützungen, wie z.Bsp. die Ausrichtungen der Weihnachtsfeiern für unsere Rentner, Eltern mit ihren Kindern sowie die Unterstützung der
Feuerwehr-Einsatzgruppe Rabis-Zöttnitz bei der Durchführung der Lampionumzüge.

Das 20.
Jubiläumsjahr der
,,Maibaumgesellschaft
Schlöben e. V.“ neigt
sich dem Ende.
Ich wünsche allen
Mitgliedern,
deren Familien,
unseren treuen
Gästen und Helfern
ein besinnliches
und ruhiges
Weihnachtsfest, sowie
einen guten Rutsch
ins Jahr 2017.
Jürgen Winkelmann

Aus dem Geschichtsverein

Die Geschichtskonferenz Schlöben e. V. hatte auch in diesem Jahr wieder eine Busexkursion organisiert. Diesmal ging es nach Quedlinburg und Ballenstedt, beides Städte am Nordharz, die für uns aus ihrer Historie heraus interessant waren. Quedlinburg als weltbekannte Fachwerkstadt mit ihrem Dom aus der Zeit der Ottonen, jenen Kaisern, die vor etwa 1000 Jahren das Heilige Römische Reich Deutscher Nation regierten und deren bedeutendster Vertreter Otto der I. namensgebend für die ganze Epoche wurde. Die Burg mit dem Dom und seinem Domschatz sind markant für das Bild der Stadt. Unterhalb der Burg der Vogelherd, auf dem Heinrich der I. der Sage nach beim Vogelfang erfuhr, dass er zum Kaiser gewählt worden war.
Ballenstedt war eine Residenz der Fürsten von Anhalt und der Wohnsitz der letzten Herzogin von Sachsen-Altenburg, der Adelheid zu Schaumburg-Lippe, nach ihrer Scheidung von Herzog Ernst dem II. von Sachsen-Altenburg. Ernst war zwar später ein zweites Mal verheiratet, aber da war er schon abgedankt, lebte im Schloss „Fröhliche Wiederkunft“ in Wolfersdorf und, da er nicht mehr Herzog war, nannte er sich Freiherr von Rieseneck. Seine zweite Frau war demzufolge die Freifrau von Rieseneck. Unser Bus war voll besetzt. Nach etwa 2 Std. Fahrt erreichten wir Quedlinburg, wo uns die „Bimmelbahn“ zu einer Stadtrundfahrt

Bimmelbahn“

Bimmelbahn“

erwartete. In gemäßigtem Tempo ging es damit durch die Strassen und engen Gassen der Stadt. Der Fahrer übernahm auch die Rolle des Stadtführers und hatte nicht nur eine gute Route
gewählt, sondern sie auch mit sachkundigen und humorvollen Kommentaren versehen. Nach der Rundfahrt hatte jeder noch Gelegenheit, individuell einige interessante Stellen aufzusuchen,bevor uns der Bus nach Ballenstedt brachte, wo uns im Schloss ein gutes Mittagessen erwartete. Es wurde gewürzt durch die Ausführungen des Wirtes, der als Mönch verkleidet, über die Geschichte des Ortes und des Schlosses berichtete. Der Nachmittag war individuell zu gestalten. Einigen machten einen Spaziergang durch den herrlichen und weitläufigen Schlosspark, andere besuchten eines oder mehrere Museen, die sich im Schlossgelände befinden, wieder andere statteten dem ehemaligen Wohnhaus der Adelheid von Sachsen-Altenburg einen Besuch ab. Jeder hat etwas Passendes gefunden. Zum Kaffeetrinken waren wir dann auf der Roseburg in der Nähe von Ballenstedt. Dort wurden wir nicht nur gut bewirtet, sondern stellten uns auch in dem sehenswerten Gelände um die Burg herum zu einem Gruppenfoto auf. Anschließend brachte uns der bequeme Reisebus wieder wohlbehalten nach Schlöben zurück. ( Fotos: K. Urban und J. Winkelmann)
L. Hempel


 Vorläufiger Veranstaltungskalender des Jahres 2017

August690 Jahre Trockhausen 16.09.2017Erntetanz in RabisFW-Verein Rabis/Zöttnitz27.09.2017Traktorentreffen in Rabis 21.10.2017PreisskatRealia Gröben e.V.02.12.2017Weihnachtsbaumsetzen SchlöbenMaibaumgesellschaft Schlöben

Datum Veranstaltung/-ort Veranstalter
18.03.2017 Osterbaumsetzen in Schlöben Frauengruppe Schlöben
08.04.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
14.04.2017 Wöllmisselauf Realia Gröben e.V.
30.04.2017 Walpurgisfeuer in Zöttnitz Teichgemeinschaft Zöttnitz
01.05.2017 Maibaumsetzen in Gröben Realia Gröben e.V.
06.05.2017 Maibaumsetzen in Rabis FW-Verein Rabis/Zöttnitz e.V.
13.05.2017 Maibaumsetzen in Schlöben Maibaumgesellschaft Schlöben
03.06.2017 Pfingsttanz Realia Gröben e.V.
10.06.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
10.06.2017 Kindersportfest SV Wöllmisse Schlöben e.V.
12.08.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
18./20.8.2017 Sommertanz in Gröben Realia Gröben e.V.
Änderungen vorbehalten
Sinnspruch:
Ihr Anderen werdet sicherer immerdar.
Ich werde fragender von Jahr zu Jahr.“
Christian Morgenstern

Impressum


Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16