Wöllmisse Anzeiger Nr. 64

– Beginn des amtlichen Teils –

Amtliche Mitteilungen

Folgende Beschlüsse wurden in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 21.02.2017, am 21.03.2017, am 25.04.2017 und am
13.06.2017 gefasst:
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 13.12.2016
– Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2015
– Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2015
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 21.02.2017
– Redercht für alle anwesenden Gäste der Gemeinderatssitzung
– Beschluss über die Entrichtung des Beitrages für die Herstellung der öffentlichen Entwässerung für das Flurstück 168/8 in der
Flur 1 Schlöben
– Beschluss über den Nachtrag zur Dorferneuerungsmaßnahme Gröben in Höhe von 47.585,13 Euro
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 21.03.2017
– Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 25.04.2017
– Rederecht für Frau Kuska zum Thema Aufstellung einer Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschluss über die Aufstellung einer Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschluss über den Entwurf und die Auslegung der Klarstellungs- und Abrundungssatzung im Ortsteil Rabis
– Beschlussfassung zur Änderung der Satzung zur Erhebung der Grundsteuern und der Gewerbesteuern (Hebesatzsatzung)

 

Informationen des Bürgermeisters

Gebietsreform
Mit dem Urteil des Thüringer Verfassungsgerichts haben sich die Grundlagen für die Gemeindegebietsreform zwar nicht wesentlich geändert, aber der Zeitplan wird ein anderer werden. Wie Sie bereits informiert wurden, hat der Gemeinderat zwei Verhandlungsrichtungen (Jena und Stadtroda) vorgegeben. Die ersten Termine zur Sondierung sind vereinbart. Noch hat die Landesregierung keine neuen Entscheidungen getroffen, es ist aber davon auszugehen, dass freiwillige Zusammenschlüsse weiter finanziell unterstützt werden.

Haushaltsführung 2017

Erstmals nach 27 Jahren muss die Gemeinde in die Haushaltssicherung. Die wesentlichen Gründe liegen in der permanenten Erhöhung der Kreisumlage ( in den letzten 3 Jahren um 47,2 % ) und der gestiegenen Kosten der Kinderbetreuung aufgrund der hohen Kinderzahl. Allein diese beiden Ausgabepositionen übersteigen die Gesamteinnahmen. Das Dilemma liegt im
Kommunalen Finanzausgleich. Unsere ständig gestiegene eigene Finanzkraft führt zu weniger Zuweisungen durch das Land. Gleichzeitig erhöht sie die Umlagekraft. Festzuhalten ist aber auch, dass wir über Jahrzehnte im Gebühren- und Abgabenniveau unter dem Schnitt der Thüringer Gemeinden lagen und dass bei einer überdurchschnittlichen Investitionstätigkeit. Für den
Gemeinderat ist es immer ein Spagat, dass diese Schere sich nicht zu weit öffnet, zumal Ihre Ansprüche nicht zurückgehen und nach wie vor jede Menge Wünsche (Forderungen) da sind. Insofern ist es wichtig Synergien zu schaffen und sich Aufgaben mit den Nachbarn zu teilen. Wie zum Beispiel die Gewässerunterhaltung in Verbindung mit dem Hochwasserschutz.
Fast 10 Jahre hat es gedauert eine Arbeitsgemeinschaft zum Abflussgebiet „Untere Roda“ zu gründen, um dieses Problem, auch im Angesicht des Klimawandels gemeinsam zu stemmen.
Das Land fördert diese Gemeinsamkeit und dennoch beteiligen sich nicht alle Anliegergemeinden. Um wieder auf finanziell sichere Füße zu kommen (es geht nicht um die Verschuldung) müssen wir Bedarfszuweisungen beim Land beantragen. Eine erste Folge haben Sie unmittelbar gespürt, die Anhebung der Hebesätze der Grundsteuern, die u.a. Voraussetzung dafür sind. Auch ist schon zu Jahresbeginn die Kostenbeteiligung der Eltern an der Kinderbetreuung erhöht worden. Die Gemeinde befindet sich nach wie vor in der vorläufigen Haushaltsführung, was bedeutet, dass nur unabwendbare Ausgaben getätigt werden dürfen.

Dorferneuerung
Die Baumaßnahme in Gröben steht vor dem Abschluss. Restarbeiten sind noch an den Stützmauern und bei den Elektroleitungen inclusive Straßenbeleuchtung zu erbringen. Das
war für die Gemeinde eine gewaltige Kraftanstrengung, galt es doch, verschiedene Bauherrn zu koordinieren. Aber ebenso für die GröbenerInnen, die mehr oder weniger klaglos über lange
Zeit starke Beeinträchtigungen ertragen mussten. Für dieses Verständnis herzlichen Dank und wir können nur hoffen, dass das Ergebnis für lange Zukunft entschädigt.

Gemeindliches Entwicklungskonzept ( GEK )
Nach dem das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginn schon im Frühjahr genehmigt hatte, wurde nach zähen Verhandlungen auch eine positive Stellungnahme der Kommunalaufsicht erwirkt. Wesentlicher Punkt ist der kommunale Eigenteil der Gemeinde, der durch das Agrarunternehmen „Wöllmisse“ Schlöben eG vorgestreckt wird. Vielen Dank dafür. Gegenwärtig erfolgt durch das beauftragte Unternehmen, die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) die allgemeine Datenerhebung, bevor die sich gebildete Arbeitsgruppe nach der Sommerpause weiterarbeiten wird. Wir werden unmittelbar darüber informieren.

Bürgerliches Engagement
Erfreulich ist, dass scheinbar auch initiiert durch den Bürgerdialog zur Gebietsreform, aber auch darüber hinaus aus der Bevölkerung, neben der traditionellen Vereinstätigkeit Initiativen zur
Gestaltung des dörflichen Lebens erwachsen. Anregungen gibt es auch aufgrund bewährter und neuer Formate, wie die Nachhaltigkeitsreihe im Familienzentrum. So pflanzen nunmehr neben den Jagdgenossenschaften auch Bürger Obstbäume im öffentlichen Raum, ergänzt durch die Schulanfänger unseres Kindergartens.
Eine Gruppe um Christian Schorsch aus Schlöben hat sich am Wettbewerb der Regionalen Aktionsgruppe Saale-Holzland eV „Dörfer in Aktion“ beteiligt und gute Aussichten auf Erfolg.
Hier geht es vor allem um ehrenamtliche Stunden, die zur Neugestaltung und Erhaltung des öffentlichen Raumes von vielen geleistet werden müssen. Bemerkenswert ist der Zusammens
c h l us s vo n 2 4 Grundstücksanteileignern in Trockhausen, die sich zusammengetan haben, um gemeinsam ihre Grundstücksentwässerung zu regeln.

Der Verein „Realia“ hat am Sport-und Spielplatz in Gröben zwei neue Sitzraufen gestiftet. Di e Ma i b aumge s e l l s cha f t Schlöben beginnt die Fassade des Vereinshauses in Schlöben
zu sanieren. Die Fußballer des SV Wöllmisse gestalten die Umgebung und das Vereinshaus am Sportplatz in Rabis mit breiter Unterstützung vom Feuerwehrverein bis Privatunternehmen
um. So entsteht u.a. ein Beach-Volleyballfeld. Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle die vielen Grundstücksanlieger, die unaufgefordert, mit und ohne Vertrag öffentliche Flächen oftmals schon viele Jahre pflegen und unterhalten.

(Fotos: Gemeinde, oben Sitzraufen; unten Trainerbänke)

Ordnungsbehördliche Informationen
Scheinbar im völligen Widerspruch zum vorhergeschriebenen steht die steigende Zahl von Ordnungswidrigkeiten und Nachbarstreitigkeiten unter Einbeziehung von Rechtsanwälten, Ordnungsamt, Polizei und Schiedsstelle. Inwieweit das dem Zeitgeist entsprechen könnte, vermögen wir nicht zu beurteilen. Dass das Leben auf dem Lande anstrengender ist, weil nicht so anonym, wissen wir. Dass daraus eigentlich mehr Gemeinsamkeit entstehen sollte, s.o. können wir nur hoffen. Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf verweisen, dass die Gemeinde nicht die Ordnungsbehörde ist, sei es bei großen Hundesch…haufen oder dem ruhenden Verkehr. Andererseits scheinen Appelle an die Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme in unserer Dorfzeitung auch wenig zu nutzen.

– Ende des amtlichen Teils –

Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen
Mit wärmer werdendem und sonnigem Wetter ist wieder ein zunehmender Kraftfahrzeugverkehr im Wald des Naturschutzgebietes Kernberge-Wöllmisse festzustellen. Bei der
Benutzung der Waldwege ist jedoch einiges zu beachten. Wir bitten Sie, die Regeln im Sinne der Natur, der Waldeigentümer und Erholungssuchenden einzuhalten.Waldwege sind grundsätzlich gesperrt für Kraftfahrzeuge aller Art, außer Forstbetrieb. An verschiedenen Stellen am und im Wald weisen orangene Schilder darauf hin. Spazier- oder Ausflugsfahrten in den Wald oder die Nutzung der Waldwege als Verkehrswege zwischen Ortschaften sind nicht erlaubt. Dahingehende Verstöße werden mit einem Verwarngeld geahndet. Die Benutzung von Waldwegen durch Kraftfahrzeuge ist ausschließlich zur Erfüllung forstwirtschaftlicher Aufgaben gestattet. Dazu zählen die Holzernte, die vorbereitende Arbeiten, Waldschutzmaßnahmen, der Naturschutz, die Walderneuerung sowie die Jagd. Pilze suchen ist keine forstwirtschaftliche Tätigkeit. Das Recht jedermanns, sich Früchte wie Pilzen, Beeren, Zapfen oder Nüsse, Kräuter und Gräser in geringen Mengen und zum eigenen Verbrauch als auch Pflanzen in der Menge eines Handstraußes anzueignen, bleibt davon unberührt. Aber der Wald darf dafür nur zu Fuß betreten werden. Das Fahren mit Kraftfahrzeugen außerhalb forstwirtschaftlicher Aufgaben ist nur mit der Zustimmung des Waldbesitzers zulässig. Weitere Genehmigungen erteilt schriftlich das zuständige Forstamt Jena-Holzland in begründeten Einzelfällen.
Das Waldgebiet „Wöllmisse“ ist ausreichend durch ganzjährig befahrbare befestigte Waldwege erschlossen. Zum Erreichen der eigenen Waldflächen und im Rahmen der Forstwirtschaft sind diese Wege zu benutzen. Sie lassen ihre Bestimmung für den auf Dauer angelegten forstwirtschaftlichen Verkehr erkennen. Abkürzungen durch die Bestände im Staatswald auf Gassen, Erd- oder sogenannten Maschinenwege sind verboten! Besteht nur die Möglichkeit der Nutzung eines unbefestigten Weges zum Erreichen der eigenen Waldfläche, ist die Befahrung mit dem Grundeigentümer vorher abzustimmen.

(Foto: Frauenschuh- Orchiden, S. Engeter)

Auch das Radfahren ist nur auf festen Wegen und Straßen erlaubt. Das Reiten ist noch weiter eingeschränkt und ist ausschließlich auf dafür gekennzeichneten Wegen und Straßen gestattet.
Nicht immer ist das, was bisher geduldet wurde, richtig. Wald wechselt die Eigentümer und deren Vorstellungen sowie Nutzungsabsichten sind häufig anders, als jene ihrer Vorgänger. Ebenso ist das Interesse der größtenteils Stadtbevölkerung nach Erholung und sportliche Betätigung im Wald ein anderes, als noch vor wenigen Jahren. Die Besucher sind sowohl aufmerksamer als  auch kritischer geworden. Der Schutz der Natur steht in einem anderen Fokus und die Öffentlichkeit ist sensibler als jemals zuvor. Deswegen ist ein korrekter Umgang mit Wald so wichtig. Vor allem aber ist es unsere Pflicht, die Ressourcen und die Schönheit der Natur zu bewahren, jetzt und für die Zukunft. Stefan Engeter, Revierleiter Wöllmisse

Kita- Familiensportfest 2017
Alle Jahre wieder,… gemeinsam mit dem Sportverein „Wöllmisse“ das traditionelle Familiensportfest am 17.06.2017. Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen waren zum 13. Familiensportfest alle Kinder mit ihren Eltern und Bekannten eingeladen, zu sportlichen Aktivitäten & Spielen. Wie in jedem Jahr, erfuhr der Kindergarten wieder sehr viel
Unterstützung durch den ortsansässigen Spor tverein und zahlreichen Sponsoren, bei denen wir uns auf diesen Weg ganz herzlich bedanken.
Neben den beliebten Wettspielstationen, wie Rollerrennen, Schubkarrenrennen, u.v.m. gab es wieder reichlich Gelegenheit für ein entspanntes Miteinander aller Erwachsenen untereinander.  Unter den Mitwirkenden war auch wieder die Ortsfeuerwehr aus Rabis mit den beliebten Wasserspritz- und Wettspielen mit dabei, auch hier eine herzliches Dankeschön. Gaumenfreuden, wie traditionelle leckere Eierkuchen, Eis oder Bratwürste, frische liebevoll gestaltete Obstteller, kamen, wie jedes Jahr, nicht zu kurz und bereicherten unser Familienfest in hohem Maße. Wir, als Kindertagesstätte „Rappelkiste“, möchten uns, auch stellvertretend im N ame n u ns e r e r  Kinder, bei allen Helferinnen/er, bei den Organisatoren, der Unterstützung seitens der Gemeinde
Schlöben herzlich bedanken. Besonders danken wir Bernd Müller, der für unsere Kinder wieder in die Rolle des Clown schlüpfte und somit für eine lockere lustige Stimmung sorgte. Die Mitarbeiterinnen & Kinder der „Rappelkiste“

(Fotos: Frau Hendel)

Vorankündigung
Neben dem traditionellen Sommerfest in Gröben und dem Traktorentreffen in Rabis wird es am 26. August in Trockhausen  ein kleines Dorffest geben. Anlass ist das 690-jährige Jubiläum der
Ersterwähnung, zu dem unter Federführung von Klaus Glaßer mit Hilfe von Martin Taubert und Manfred Thieß eine Chronik erstellt wurde, die die Geschichtskonferenz Schlöben publiziert.
Nach langer Zeit, den Ort zusammenzuführen, der immerhin von 1990 bis heute von 20 auf 100 Einwohner gewachsen ist. Am 9.9. feiert das Familienzentrum (FIZ) sein 5-jähriges Bestehen.
Dazu auch schon jetzt eine herzliche Einladung.

Schulanfänger 2017
In diesem Schuljahr werden 65 Kinder in die Grundschule Schlöben eingeschult.

 

Aus dem Geschichtsverein
Die Mitglieder der Geschichtskonferenz Schlöben e. V. unternahmen am 21. Juni d. J. eine Ausfahrt nach Wolfersdorf, um sich in einer Führung durch das Schloss „Fröhliche Wiederkunft“ einen Überblick über die Fortschritte bei der Restaurierung dieses Kleinodes unserer Region zu verschaffen. Der einstündige Rundgang durch die z. Z. schon begehbaren musealen Räume des Schlosses war sehr ansprechend. Eine sachkundige Führung mit vielen Detailinformationen sorgte für eine kurzweilige und interessante Stunde. Eine Einkehr in die Gaststätte „Zum Schüsselgrund“ rundete den Besuch in Wolfersdorf ab.

Alle Bilder Lorenz Hempel. Oben rechts u. links Schlossansichten, rechts verwirrendes Bild- eine Wendeltreppe im Schloss

Die Busexkursion unseres Vereins soll uns in diesem Jahr nach Wittenberg führen. Sie findet am Samstag, den 30. September statt. Geplant ist eine Stadtführung durch die historische Stadt der Reformation mit dem Besuch der Schlosskirche, der Stadtkirche, des Luther-Hauses und des Luther-Panoramas von Asisi.
Zwischendurch ein Mittagessen und ein Kaffeetrinken zum Ausklang.Abfahrt: Samstag, den 30. 9. 2017 7:30 h am Denkmal in Schlöben
Rückankunft in Schlöben: gegen 19 hUnkostenbeitrag für Bus, Eintrittskarten und Führungen: 50,- e pro Person
( Mittagessen und Kaffeetrinken geht auf eigene Rechnung).
Die Teilnahme an der Exkursion steht allen Interessierten offen.
Hiermit wird herzlich eingeladen, rege Gebrauch von dieser Möglichkeit zu machen.
Anmeldung und Entrichtung des Unkostenbeitrages bitte bis zum 15. August d. J. im Gemeindebüro oder bei mir (Schlöben
Nr. 27, Tel. 13844).Lorenz Hempel

Sinnspruch:

„Ein Schiff im Hafen ist sicher. doch dafür werden Schiffe nicht gebaut“
John Augustus Shedd

Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16

Wöllmisse Anzeiger Nr. 63

Gedanken zum neuen Jahr

Die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Aber das kann kein Grund sein, die Hoffnung aufzugeben.
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.
Niemand weiß, ob Luther diesen Satz wirklich so gesagt hat.Trotzdem ist er tröstlich, gerade jetzt, wo es sich tatsächlich so anfühlt, als könnte morgen schon die Welt untergehen.
Gerade jetzt stellt sich die Frage, wie weitermachen in diesen „postfaktischen“ Zeiten, in der Argumente nicht mehr zählen und offensichtlich die absurdesten Dinge geschehen können.
Die Vernunft setzt sich durch, das Bessere siegt, schien ein unumstößliches Naturgesetz, vor allem in Europa. Der gesellschaftliche Fortschritt in allen Lebensbereichen war beinahe unaufhaltsam, manchmal etwas schleppend, aber die Richtung stimmte.
Wenn nun der Fortschritt an der Macht ist, sozusagen zum Establishment wird, was macht das mit den Menschen, die sich dem nicht zugehörig und manchmal abgehängt fühlen. Und mit denen, die oft auf der Seite der Unterdrückten und Entrechteten standen und nun plötzlich zu den Eliten gehören sollen. Beide haben den Kontakt zueinander verloren, so dass die einen „Denkzettel“ verteilen und die anderen darüber überrascht sind.
Viel schwerwiegender ist aber, dass bei all dem Fortschritt, die Aufmerksamkeit verloren gegangen ist, auf die Folgen unseres guten

Lebens, trotz Mülltrennung, Bioenergie und -kost, Geschlechtergleichheit,….
Insofern ist der Fortschritt lediglich Makulatur und hat uns bequem gemacht.
Wenn die kommenden Zeiten ungemütlich werden, bedeutet es herunterzukommen vom Anspruch, die Welt retten zu wollen, sondern
sachlich, das zu tun, was man als richtig erkannt hat, ohne wütend und zynisch zu sein.
Manche nennen das auch Haltung.
Ein Dorf kann eine ganze Streuobstplantage anlegen.
Seien Sie dabei.
Ihr Bürgermeister Hans-Peter Perschke

– Beginn des amtlichen Teils –

Folgende Beschlüsse wurde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 13.12.2016 gefasst:

  • Bestätigung des berichtigten Gemeinderatsprotokolls vom 27.09.2016
  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 29.11.2016

– Informationen des Bürgermeisters –


Gemeindliches Entwicklungskonzept

Nach der öffentlichen Vorstellung von drei Planungsbüros hat der Gemeinderat die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH für die Erarbeitung eines gemeindlichen
Entwicklungskonzepts ausgewählt. Zunächst muss bis zum 15. Januar 2017 ein entsprechender Förderantrag beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gera zur Förderung des Konzepts eingereicht werden. Dieser muss eine erste Bestandsanalyse und die wesentlichen Entwicklungsziele enthalten. Ein wesentliches Element ist eine aktive BürgerInnenbeteiligung.
Hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Der Auftakt wird am 04.01.2017 um 16.00 Uhr im Familienzentrum Schlöben sein. Schön wäre es, wenn sich aus allen Orten MitstreiterInnen finden
würden. Neben den Klassikern der Dorferneuerung soll ein Maßstab der Planung die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie sein. Parallel dazu wird über ein Förderprojekt des Kindergartens
eine Sozialraumplanung laufen, die mit dem gemeindlichen Entwicklungskonzept verschmolzen werden soll. Zielstellung des Gesamtvorhabens ist, mit allen Orten unserer Gemeinde „Förderschwerpunkt der Dorferneuerung“ zu werden, in dem künftig gemeindliche und private Investitionen garantiert gefördert werden, aber auch in einem breiten Konsens, die weitere
Entwicklung unserer Orte zu gestalten. Bezüglich der Gebietsreform wird im Falle einer erfolgreichen Umsetzung unser Konzept Bestandteil jeglicher Vertragsverhandlungen.

 

Gebietsreform

Aktuell beherrscht dieses Thema nicht nur die Medien, sondern auch die allgemeine Debatte in unseren Orten. Bei aller Emotionalität und persönlichen Präferenzen sollte Sachlichkeit einziehen, zumal die Informationen zu den Rahmenbedingungen durchaus für Verwirrung sorgen könnten, stehen doch möglicherweise ein Volksbegehren und Klagen im Raum. Momentan gilt die aktuelle Gesetzeslage, die Ihnen mittlerweile bekannt ist.
Natürlich befinden wir uns in einem zusätzlichen Spannungsfeld, ob unserer geographischen Lage, die mehrere Möglichkeiten von Gemeindezusammenschlüssen bietet, neben dem Wunsch
der Stadt Jena uns einzugemeinden. Und das alles unter dem Vorbehalt der Genehmigungsfähigkeit. Deshalb wird es unmittelbar zu Jahresbeginn Gespräche mit dem Innenministerium geben, um die weiteren Verhandlungen mit unseren Nachbarn auf rechtssichere Füße zu stellen. Über die Zwischenergebnisse werden wir unmittelbar öffentlich informieren. Zielstellung ist und bleibt den größtmöglichen Konsens innerhalb unserer Gemeinde für eine künftige Entscheidung zu erreichen.

Haushaltsplanung 2017

Der Gemeinderat hat noch keine Haushaltssatzung für das neue Jahr erlassen.
Zunächst soll der Jahresabschluss 2016 erstellt werden. Wobei davon auszugehen ist, dass wir durch einen dramatischen Steuereinnahmeeinbruch einen relativ hohen Fehlbetrag einfahren werden. Die Entscheidung über die Kreisumlage wurde zunächst vertagt,  könnte aber für uns eine nicht unerhebliche Mehrbelastung bedeuten. Unabhängig davon wird die Baumaßnahme in Gröben weitergeführt. Bei guter Witterung werden die Arbeiten unmittelbar im neuen Jahr wieder aufgenommen.

 

– Ende des amtlichen Teils –

 

 

Vorstandswahl des Feuerwehrvereins Rabis-Zöttnitz am 24. Nov. 2016


Wieder sind drei Jahre herum, ein neuer Vorstand musste gewählt werden. Es stand außer Frage, dass von dem bisherigen Vorstand in den letzten 3 Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet wurde. Es stand auch außer Frage, dass eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern  zum Gelingen beigetragen haben, sodass es rundherum immer eine gelungene Sache wurde. Es war aber zunehmend zu verzeichnen, dass die Absicherung der Feste mit eigenem Personal, sprich vor allem der Traktorenschau, schwieriger wurde und der Verein auf die Mithilfe freiwilliger Helfer angewiesen war und diese auch erhalten hat. Der Grundtenor der Versammlung, nach einer angeregten, vielschichtigen, breiten und sauber geführten Diskussion, war:
Wir wollen ein Fortbestehen des Vereins und die Weiterführung der Tradition. Rabis war Vorreiter der vielen jetzt in der Umgegend stattfindenden Traktorenschauen, ein Aufgeben trotz  steigender Anforderungen und Auflagen kommt nicht infrage.  Von den anwesenden Personen wurden immerhin beachtliche neun Mitglieder zur Wahl in den 5-köpfigen Vorstand vorgeschlagen,
das waren:

Maik Winkler, Christiane Schlegel, Christel Krüger, Harald Schwanse, Stefanie Piontek, Siegfried Geisenhainer, Holger Dahm, Felix Teubner und Klaus Biedermann.

Bei Annahme der Wahl entschied die Anzahl der erhaltenen Stimmen. Jeder der Vorgeschlagenen wies nach der Auszählung mindestens 25% der abgegebenen Stimmen auf. Dieses Ergebnis lässt für die Zukunft des Vereins hoffen und zeigt, dass die entsprechende Bereitschaft auch weiter da ist.

Im Ergebnis der Wahl formierte sich der neue Vorstand wie folgt:

Maike Winkler – Vorsitzender (nun schon seit 2004)
Christiane Schlegel – Stellvertreterin
Harald Schwanse – Kassenwart, Finanzen
Klaus Biedermann – Öffentlichkeitsarbeit
Christel Krüger – Schriftführerin
Revisionskommission: Nora Schlegel und Heidrun Dahm

Aber vor der Vorstandswahl, die als Geheime Wahl durchgeführt wurde, wurden die Rechenschaftsberichte vom Vereinsvorsitzenden Maik Winkler, dem Kassenwart Harald Schwanse und Klaus
Biedermann von der Revisionskommission gehalten. Der FWV unterstützte in den zurückliegenden 3 Jahren viele Aktivitäten, so z.Bsp. die

Schule Schlöben – 200,- E (Zirkusprojekt)
Kirche Rabis – 300,- E (Kirchenfenster)
Sport- und Spielfeste – 200,- E (auf dem Sportplatz Rabis)
Spielplatz Rabis – 520,- E (Rundholzeinfassung)

Nicht zu vergessen sind noch weitere Unterstützungen, wie z.Bsp. die Ausrichtungen der Weihnachtsfeiern für unsere Rentner, Eltern mit ihren Kindern sowie die Unterstützung der
Feuerwehr-Einsatzgruppe Rabis-Zöttnitz bei der Durchführung der Lampionumzüge.

Das 20.
Jubiläumsjahr der
,,Maibaumgesellschaft
Schlöben e. V.“ neigt
sich dem Ende.
Ich wünsche allen
Mitgliedern,
deren Familien,
unseren treuen
Gästen und Helfern
ein besinnliches
und ruhiges
Weihnachtsfest, sowie
einen guten Rutsch
ins Jahr 2017.
Jürgen Winkelmann

Aus dem Geschichtsverein

Die Geschichtskonferenz Schlöben e. V. hatte auch in diesem Jahr wieder eine Busexkursion organisiert. Diesmal ging es nach Quedlinburg und Ballenstedt, beides Städte am Nordharz, die für uns aus ihrer Historie heraus interessant waren. Quedlinburg als weltbekannte Fachwerkstadt mit ihrem Dom aus der Zeit der Ottonen, jenen Kaisern, die vor etwa 1000 Jahren das Heilige Römische Reich Deutscher Nation regierten und deren bedeutendster Vertreter Otto der I. namensgebend für die ganze Epoche wurde. Die Burg mit dem Dom und seinem Domschatz sind markant für das Bild der Stadt. Unterhalb der Burg der Vogelherd, auf dem Heinrich der I. der Sage nach beim Vogelfang erfuhr, dass er zum Kaiser gewählt worden war.
Ballenstedt war eine Residenz der Fürsten von Anhalt und der Wohnsitz der letzten Herzogin von Sachsen-Altenburg, der Adelheid zu Schaumburg-Lippe, nach ihrer Scheidung von Herzog Ernst dem II. von Sachsen-Altenburg. Ernst war zwar später ein zweites Mal verheiratet, aber da war er schon abgedankt, lebte im Schloss „Fröhliche Wiederkunft“ in Wolfersdorf und, da er nicht mehr Herzog war, nannte er sich Freiherr von Rieseneck. Seine zweite Frau war demzufolge die Freifrau von Rieseneck. Unser Bus war voll besetzt. Nach etwa 2 Std. Fahrt erreichten wir Quedlinburg, wo uns die „Bimmelbahn“ zu einer Stadtrundfahrt

Bimmelbahn“

Bimmelbahn“

erwartete. In gemäßigtem Tempo ging es damit durch die Strassen und engen Gassen der Stadt. Der Fahrer übernahm auch die Rolle des Stadtführers und hatte nicht nur eine gute Route
gewählt, sondern sie auch mit sachkundigen und humorvollen Kommentaren versehen. Nach der Rundfahrt hatte jeder noch Gelegenheit, individuell einige interessante Stellen aufzusuchen,bevor uns der Bus nach Ballenstedt brachte, wo uns im Schloss ein gutes Mittagessen erwartete. Es wurde gewürzt durch die Ausführungen des Wirtes, der als Mönch verkleidet, über die Geschichte des Ortes und des Schlosses berichtete. Der Nachmittag war individuell zu gestalten. Einigen machten einen Spaziergang durch den herrlichen und weitläufigen Schlosspark, andere besuchten eines oder mehrere Museen, die sich im Schlossgelände befinden, wieder andere statteten dem ehemaligen Wohnhaus der Adelheid von Sachsen-Altenburg einen Besuch ab. Jeder hat etwas Passendes gefunden. Zum Kaffeetrinken waren wir dann auf der Roseburg in der Nähe von Ballenstedt. Dort wurden wir nicht nur gut bewirtet, sondern stellten uns auch in dem sehenswerten Gelände um die Burg herum zu einem Gruppenfoto auf. Anschließend brachte uns der bequeme Reisebus wieder wohlbehalten nach Schlöben zurück. ( Fotos: K. Urban und J. Winkelmann)
L. Hempel


 Vorläufiger Veranstaltungskalender des Jahres 2017

August690 Jahre Trockhausen 16.09.2017Erntetanz in RabisFW-Verein Rabis/Zöttnitz27.09.2017Traktorentreffen in Rabis 21.10.2017PreisskatRealia Gröben e.V.02.12.2017Weihnachtsbaumsetzen SchlöbenMaibaumgesellschaft Schlöben

Datum Veranstaltung/-ort Veranstalter
18.03.2017 Osterbaumsetzen in Schlöben Frauengruppe Schlöben
08.04.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
14.04.2017 Wöllmisselauf Realia Gröben e.V.
30.04.2017 Walpurgisfeuer in Zöttnitz Teichgemeinschaft Zöttnitz
01.05.2017 Maibaumsetzen in Gröben Realia Gröben e.V.
06.05.2017 Maibaumsetzen in Rabis FW-Verein Rabis/Zöttnitz e.V.
13.05.2017 Maibaumsetzen in Schlöben Maibaumgesellschaft Schlöben
03.06.2017 Pfingsttanz Realia Gröben e.V.
10.06.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
10.06.2017 Kindersportfest SV Wöllmisse Schlöben e.V.
12.08.2017 Preisskat Realia Gröben e.V.
18./20.8.2017 Sommertanz in Gröben Realia Gröben e.V.
Änderungen vorbehalten
Sinnspruch:
Ihr Anderen werdet sicherer immerdar.
Ich werde fragender von Jahr zu Jahr.“
Christian Morgenstern

Impressum


Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16

 

Wöllmisse Anzeiger Nr. 61

 

– Beginn des amtlichen Teils –

Folgende Beschlüsse wurden in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 19.01.2016 und am 15.03.2016 gefasst:

  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 15.12.2015
  • Beschluss der Haushaltssatzung 2016 einschließlich Haushaltsplan
  • Beschluss des Finanzplanes 2015 – 2019
  • Beschluss zu Änderungen von Festlegungen im B-Plan
    „Der Schafgarten“ Schlöben für die Errichtung einer „Ambulanten Betreuten Wohnanlage“
  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 19.01.2016
  • Beschluss zur Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2014
  • Beschluss zur Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2014
  • Beschluss zu Änderungen von Festlegungen im B-Plangebiet „
    Der Schafgarten“ für die Flurstücke 196/7, 197/34 und 197/35
    jeweils Flur 1 Schlöben zur Errichtung einer „Ambulanten Betreuten Wohnanlage“ auf diesen Grundstücken
  • Beschluss der Satzung über die Erhöhung der Grundsteuern und Gewerbesteuern (Hebesatzsatzung)
  • Bestellung des Wahlleiters für die Kommunalwahl am 05.06.2016

– Informationen des Bürgermeisters –


 

Haushalt 2016

 

Die vom Gemeinderat beschlossene Haushaltssatzung ist durch die Kommunalaufsicht am 29.Februar genehmigt worden. Erstmals seit langer Zeit nimmt die Gemeinde einen Investitionskredit auf. Der Haushalt hat in den Einnahmen und Ausgaben folgendes Volumen:

Verwaltungshaushalt 1.015.400,00 Euro
Vermögenshaushalt 314.450,00 Euro

Die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt gliedern sich wie folgt (in Euro):

Einnahmen Ergebnis 2015 Plan 2016
Grundsteuer A + B, Hundesteuer 84.091,66 84.200,00
Gewerbesteuer 70.326,57 120.000,00
Einkommens- und Umsatzsteuer 340.810,59 350.700,00
Schlüsselzuweisung 235.522,79 202.700,00
Zuweisung vom Land für Kita 86.850,00 113.150,00
Infrastrukturpauschale 8.000,00 11.000,00
Fremdkinderbetreuung 70.278,30 60.000,00
Zuführung vom Vermögenshaushalt 22.036,97 0,00

Ausgaben Ergebnis 2015 Plan 2016
Personalausgaben 100.603,71 102.350,00
sächliche Verwaltung und Betrieb 138.256,78 110.550,00
Zuweisung an AWO – Kita 346.223,32 340.700,00
Kinderbetreuung in Fremdgemeinden 27.103,39 27.000,00
Schulumlage 18.403,56 20.600,00
Kreisumlage 263.151,94 299.500,00
Kostenersatz Erfüllende Gemeinde 93.738,00 83.200,00
Zuführung zum Vermögenshaushalt 00,00 10.900,00

Die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt gestalten sich wie folgt (in Euro):

Einnahmen Ergebnis 2015 Plan 2016
Entnahme aus den Rücklagen 54.032,68 35.000,00
Zuweisung Fördermittel Land 65.431,46 99.050,00
Aufnahme Umschuldungskredit 0,00 31.500,00
Aufnahme Kredit 0,00 138.000,00

Ausgaben Ergebnis 2015 Plan 2016
Baumaßnahmen 74.493,50 273.450,00
Tilgung Umschuldungskredit 0,00 31.500,00
Tilgung von Krediten 11.000,00 9.500,00

  • Dorferneuerung
  • Ordnungsrechtliche Anmerkungen
  • Gras- und Grünschnittentsorgung
  • Baulandbereitstellung
  • Die geplante Baumaßnahme in Gröben gestaltet sich in der technischen Vorbereitung sehr schwierig (Baugrund, Naturschutz Fledermäuse, Landesamt für archäologische Denkmalpflege).
    Aus diem Grund gibt es Verzögerungen mit dem Baubeginn und hinsichtlich des Umfangs wird in zwei Jahres scheiben gebaut werden.
    Vor Baubeginn wird es eine Informationsveranstaltung mit allen Anliegern geben. Ansonsten sind wir froh, dass die Maßnahme voll gefördert wird.
    Aus den Erfahrungen der letzten Jahre bezüglich der Dorferneuerungsprogramme halten wir es auch für die Zukunftssicherung für notwendig, ein gemeindliches Entwicklungskonzept
    aufzustellen, das als Grundlage für einen Antrag als Dorferneuerungsschwerpunkt dienen soll. Das Konzept soll über alle Orte unserer Gemeinde gespannt werden und würde bei erfolgreicher Umsetzung über die nächsten Jahre sowohl gemeindliche aber auch private Investitionen mit Förderung ermöglichen. Dies im Übrigen unabhängig von künftigen Gemeindestrukturen.

  • Das Thema der Kleintierhaltung hat in den letzten Monaten zu heftigen Diskussionen und durchaus auch zu Nachbar-Rechtlichen Streitigkeiten geführt.
    Zur Vielfalt des ländlichen Lebens gehört auch die Kleintierhaltung. Die Anmerkungen aus dem vorletzten Anzeiger zur Hundehaltung könnten hier wiederholt werden und die Ergebnisse
    werden bei der beginnenden Grasmahd an öffentlichen Wegen und Plätzen sichtbar. Andererseits gibt es eine Zuspitzung im Bereich Katzen, wo mittlerweile ein hohes Maß von herrenlosen Katzen unsere Orte bevölkern, die sich durch „gut gemeinte“ Fütterung stark vermehren. Was nicht zu erwarten war, ist die strittige Diskussion ob der Haltung jeglicher Art von Federvieh. Hier gilt unsere Aufforderung, Maß zu halten, um nicht zur Provinzposse zu werden. Kommt doch aus unserer Gemeinde mit Harry Teubner aus Zöttnitz einer der erfolgreichsten Geflügelzüchter Deutschlands, der unserer Gemeinde national und international Renommee bringt.
    Wir sollten unseren vielen Kindern im Dorf den Anblick jeglichen Kleingetiers gönnen.

  • Aufgrund der nach wie vor ungebrochenen illegalen Entsorgung aller möglichen und unmöglichen Abfälle sehen sich die Gemeinde, das Agrarunternehmen und das Bioenergiedorfgenossenschaft
    gezwungen, Ihre Grundstücke hermetisch zu verriegeln. Der Landkreis als entsorgungspflichtige Körperschaft wird künftig die Entsorgung von sogenannten Bioabfällen kostenpflichtig organisieren.

    Foto vom Agrarunternehmen Wöllmisse – sogar tote Tiere werden unerlaubt entsorgt

    Der Kreistag wird auf gesetzlicher Veranlassung in Juni dazu eine  Grundsatzentscheidung fällen. Alle weiteren Informationen dazu werden durch den Dienstleistungsbetrieb
    des SHK erfolgen. Voraussichtlich im August wird eine verbindliche Umfrage zur Eigenkompostierung erfolgen, um die zu erwartenden Entsorgungsmengen zu ermitteln.
    Beachten Sie bitte das Amtsblatt des SHK oder informieren Sie sich auf dessen Internetseite (www.awb-shk.de)

  • Fast täglich erreichen uns Anfragen aus der Gemeinde, aber auch von außerhalb, nach Baugrundstücken. Diese können von uns nicht befriedigt werden. Zum einen ist die Gemeinde
    gegenwärtig gut besiedelt, was sich auch an einem Anstieg der Bevölkerungszahl wiederspiegelt. (31.12.14 – 914, 31.12.15 –934, April 2016 – 964). Zum anderen kann (darf) die Gemeinde
    kein Bauland mehr ausweisen, da sowohl der Landkreis als auch die oberen Behörden aus regionelplanerischer Sicht keine Genehmigung erteilen würden. Insofern bleiben nur die
    Möglichkeiten der Abrundung, der Lückenbebauung oder der Erweiterung im Bestand.

  •  

– Ende des amtlichen Teils –

 

 

Bürgermeisterwahl


Am 5. Juni 2016 findet die Bürgermeisterwahl statt. Erstmals dürfen durch Veränderung des Wahlgesetzes Jugendliche mit vollendetem 16. Lebensjahr wählen. Der Wahlvorstand hat den einzigen Bewerber, den amtierenden Bürgermeister Hans-Peter Perschke als Wahlvorschlag zugelassen. Auch wenn es an diesem Tag nur eine Einzelwahl gibt, fordere ich Sie auf, aktiv von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Das Wahllokal befindet sich im Familienzentrum, Am Wallgraben 20 in Schlöben. Jürgen Winkelmann, Wahlleiter
Jubiläum der Maibaumgesellschaft Schlöben

Foto von Familie WinkelmannIm April fand die Festsitzung zum 20. Jubiläum der Gründung der Maibaumgesellschaft statt. In der besonderen Atmosphäre eines irischen Abends (sowohl kulinarisch, als auch musikalisch)
wurde Resümee gezogen.  Der Vereinsvorsitzende Jürgen Winkelmann zog einen Bogen über die Entwicklung des Vereins. Von den 17 Gründungsmitgliedern sind noch 8 aktiv im Verein tätig, darunter der Vorsitzende. Die Statistik wurde auch bemüht, so wurden für die Veranstaltungen 17000 Bratwürste gebraten und 500 Kuchen gebacken. Aber auch 575 Liter Blut wurden gespendet.

 

Das Maibaumsetzen am 21. Mai wird als Jubiläumsveranstaltung einige neue Programmpunkte bereithalten. An dieser Stelle gilt ein herzliches Dankeschön unserem immerwährenden Vorsitzenden und seiner Familie, allen aktiven und ehemaligen aktiven Mitgliedern, allen Unterstützern und Förderern, insbesondere der Gemeinde, die
die materielle Basis nicht nur für unseren Verein vorhält. Der Vorstand der Maibaumgesellschaft

Foto von Familie Winkelmann

 

 

 

 


Terminhinweis

Das Hoffest des Agrarunternehmens findet am 11. Juni statt. Die Bioenergiedorf Schlöben e.G. führt ihre Generalversammlung am 17. Juni um 18.00 Uhr im Vereinshaus Schlöben durch.

SV Wöllmisse: „Ein kleines Mädchen wird große Meisterin“

Die kleine Lee Annabell Geithner aus Drackendorf trainiert seit Februar 2011 die Kampfkunst des Wing Chung Kung Fu bei ihrem Sifu Michael Kaiser in Schlöben.
Durch das wöchentliche Training und harte Arbeit verbesserte sich ihr Leistung stetig und der erste Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits im November 2011 konnte sie ihre erste Prüfung mit Bravour bestreiten. Mit Hilfe ihres starken Kampfgeistes und viel Disziplin belegte sie in den darauf folgenden Jahren auf drei Turnieren ihren ersten vierten und ersten fünften Platz. Den ersten Sieg feierte Lee Annabell im Oktober 2015, nachdem sie unter harten Bedingungen 10 ihrer Mitstreiterinnen bezwang. Ihr bisher größter Erfolg gelang der Schülerin am 20.März 2016
in der Sporthalle in Schlöben, wo sie erfolgreich den ersten Wing Chung Kung Fu Technikgrad absolvierte, den man mit dem schwarzen Gürtel im Karate vergleichen kann. Die kleine Athletin zeigte an diesem Tag ihr ganzes Können und bewies allen Zuschauern ihr großes Talent. Wir gratulieren Lee Annabell Geithner zu ihren hervorragenden sportlichen Leistungen und freuen uns auf weitere Erfolge.
F. Schütz

Lee Annabell GeithnerLee Annabell Geithner

 

50. Jahrestag der Facharbeiterausbildung 1966 -2016


Am 10.03.2016 trafen sich 5 ehemalige Lehrlinge der damaligen MTS/RTS/KfL auf dem früheren Betriebsgelände in Schlöben. Besonders begrüßt wurde unser Lehrmeister Herr Manfred
Müller. Leider konnte der Lehrmeister Herr Walter Brand aus Erdmannsdorf an unserer Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Wenige Tage später wurde er aber mit einem kleinen Präsent und einer „Lehrlingsabordnung“ zu Hause überrascht.

Foto von K. Glaßer

Foto von K. Glaßer

Besonderer Dank gilt dem Schlöbener Bürgermeister Herrn Hans-Peter Perschke für seine interessanten Ausführungen zur Geschichte des Betriebes bei Kaffee und Kuchen. Ein willkommener Abschluss war dann der Besuch der Flugplatzgaststätte Schöngleina. In diesen gemütlichen Stunden kam so manche amüsante Episode aus unserer Lehr- und Berufsschulzeit zur Sprache. Vorallem ein Dankeschön an den Organisator Klaus Glaßer sowie an Dieter Gumpert für die überreichten Erinnerungsstücke.
Text K.-H.Hildebrand, Foto von K. Glaßer

Novalis-Skulpturenweg

Der Weg ist nunmehr auch in der Stadt Jena vollständig mit Skulpturen versehen und die Stadt Jena hat die neuen Flyer fertig gestellt. Aus diesem Anlass wird es am Sonntag, den 29.Mai eine erste geführte Wanderung geben. Unter der Leitung von Frau Mier ist der Treffpunkt am Rundweg
oberhalb Drackendorf um 10.00 Uhr. Die erste Strecke geht über das Luftschiff – Zöttnitz nach Schlöben. Gegen 13.00 Uhr wollen wir die Wanderer mit Kaffee (Tee) und Kuchen am Familienzentrum begrüßen bevor die Rücktour über Rabis – Fraitsch nach Drackendorf erfolgt.
Für die Organisation können Sie sich zwecks Teilnahme in der Gemeinde melden.

Besucher in der Gemeinde

Treff mit dem Botschafter v. Namibia

Treff mit dem Botschafter v. Namibia

Nach wir vor erfreuen wir uns eines regen überörtlichen, ja internationalen Interesses. So war kürzlich der Botschafter Namibias und eine Delegation aus Vietnam vor Ort. Angemeldet ist für Anfang Mai eine Besuchergruppe aus Südkorea. Von großem Interesse sind neben der modernen Landwirtschaft und der dezentralen Energie auch die Konzepte der Gemeinde in bezug auf die Gestaltung der demographischen Entwicklung. Insbesondere gibt es auch von außen eine Reflexion auf die eigenen Konzepte und immer wieder Anregungen für neue Entwicklungen.

Vietnamesische Reisegruppe

Vietnamesische Reisegruppe


Aus dem Geschichtsverein

Text und Bilder: L. Hempel

Text und Bilder: L. Hempel

Das für den Ort Schlöben so ereignisreiche Jahr 2015 mit seiner gelungenen 825- Jahrfeier, über die schon ausführlich berichtet wurde, fand mit der Busexkursion unseres Vereins einen weiteren berichtenswerten Höhepunkt. Die Fahrt ging diesmal nach Schmalkalden. Dort war nicht nur die diesjährige Thüringer Landesgartenschau, sondern auch eine wunderschön restaurierte Altstadt und das Schloss Wilhelmsburg mit einer in dieser Zeit laufenden Ausstellung über die Geschichte der Reformation zu bestaunen. Die Resonanz zu dieser Fahrt war gut, der Bus war fast bis auf den
letzten Platz besetzt. Nicht nur Vereinsmitglieder hatten das Angebot angenommen, sondern auch viele Einwohner aus der Gemeinde Schlöben und den umliegenden Ortschaften. Sogar Jenenser
nahmen teil. In Schmalkalden erwartete uns als erstes eine Führung durch die historische Altstadt mit ihren vielen schönen und herausgeputzten Fachwerkhäusern. Zwei engagierte und fachlich best beschlagene Stadtführerinnen geleiteten uns mit vielen Erläuterungen durch die Straßen und Gassen der Stadt bis hin zur Wilhelmsburg, die als Wahrzeichen etwas über der Stadt thront. Die Burg ist vom hessischen Landgrafen, zu dessen Hoheitsgebiet Schmalkalden damals gehörte erbaut worden und war der Gründungsort des Schmalkaldischen Bundes, eines Zusammenschlusses protestantischer deutscher Länder gegen die kaiserlichen Bestrebungen der Gegenreformation. Über all die informierte die im Schloss gezeigte Ausstellung in sehr informativer Weise. Nach einem guten Mittagessen im Gelände der Landesgartenschau konnte sich dann jeder individuell die Gartenschau zu Gemüte führen. Da war für jeden etwas dabei: herrliche Blumen- Arrangements, Vorschläge zur Gartengestaltung, Spielplätze für Kinder und Erwachsene, Möglichkeiten, einfach in der Herbstsonne zu sitzen usw. Nach angemessener Zeit traf man sich an der Kaffeetafel und dann ging es im bequemen Reisebus wieder Richtung Heimat.

 

Impressum


Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16

 

Wöllmisse Anzeiger Nr. 62

 

– Beginn des amtlichen Teils –

Folgende Beschlüsse wurden in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 27.06.2016, am 12.07.2016 und am 29.09.2016
gefasst:

  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 15.03.2016
  • Abschluss einer Zweckvereinbarung mit dem ZWA Thüringer Holzland über die Kostenbeteiligung
    der Gemeinde an der Herstellung der kommunalen Kanalisationsanlagen – Bauvorhaben Hochstraße Gröben
  • Beschluss einer überplanmäßigen Ausgabe für die Planung und Errichtung einer vollbiologischen Kleinkläranlage am
    Vereinshaus Gröben in Höhe von 25.000 Euro (brutto)
  • Bestätigung des Gemeinderatsprotokolls vom 27.06.2016
  • Der Gemeinderat beschließt die 1.Änderung zur Hauptsatzung der Gemeinde Schlöben
  • Bestätigung der 1. Änderung der Geschäftsordnung der Gemeinde Schlöben vom 02.09.2014
  • Bestätigung Gemeinderatsprotokoll vom 12.07.2016
  • Der Gemeinderat Schlöben beschließt die Aufnahme eines Umschuldungskredites in Höhe von 31.500 Euro
  • Der Gemeinderat Schlöben beschließt die Aufnahme eines Kredites in Höhe von 138.000 Euro für die Vorfinanzierung der
    Fördermittelzahlungen im Rahmen der Dorferneuerungsprogramme
  • Der Gemeinderat beschließt die Übertragung der Aufgabe der gemeindlichen Breitbandversorgung/Breitbandausbau gemäß § 87
    Abs.3 ThürKO auf den SHK
  • Der Gemeinderat beschließt, dass die Gemeinde Schlöben § 2 Abs.3 UStG in der Fassung vom 31.12.2015 geltenden Fassung für
    sämtliche nach dem 31.12.2016 und vor dem 1.1.2021 ausgeführten Leistungen weiterhin anwendet. Die Optionserklärung wird
    gegenüber dem Finanzamt abgegeben
  • Der Gemeinderat beschließt die Aufstellung eines gemeindlichen Entwicklungskonzeptes

– Informationen des Bürgermeisters –


 

Gebietsreform

Mit der Verabschiedung des Vorschaltgesetzes zur Durchführung der Gebietsreform in Thüringen vom 2. Juli 2106 hat der Thüringer Landtag den inhaltlichen und zeitlichen Rahmen für
die freiwilligen Neugliederungen der kreisangehörigen Gemeinden abgesteckt. In ersten öffentlichen Veranstaltungen in unserer Gemeinde, aber auch außerhalb wurde dieses Thema mehr oder weniger emotional diskutiert. Zunächst gilt es erst einmal das Gesetz in seinem Inhalt zu verstehen, um die entsprechenden Konsequenzen abzuleiten: sprich zu prüfen, wer bei einem freiwilligen Zusammenschluss überhaupt ein Partner sein kann (darf). Dazu gab und gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales, aber auch dem Thüringer Landesverwaltungsamt abzustimmen. Der Thüringer Innenminister hat am 13. September mit allen Bürgermeistern des Saale-Holzland-Kreises eine Beratung durchgeführt.
Diese führte nicht unbedingt zur Aufklärung aller Fragen. Dennoch ist der Grundtenor deutlich geworden. Zum einen steht der Termin 31. Oktober 2017 unverrückbar fest. Bis zu diesem Tag muss der Antrag zur Bildung einer Landgemeinde oder der Eingliederung in eine andere Gemeinde bei der Kommunalaufsicht des Landkreises mit den entsprechenden Beschlüssen des Gemeinderates vorliegen. die Zwangseingemeindung durch den Gesetzgeber. Zum anderen ergeben sich aus dem Gesetzestext die Möglichkeiten für unsere Gemeinde mit anderen zusammenzugehen, immer unter dem Vorbehalt der Genehmigungsfähigkeit. Aufgrund unserer terriotorialen Lage, die durchaus ungewöhnlich ist, ergeben sich theoretisch verschiedene Möglichkeiten, da wir an zwei Verwaltungsgemeinschaften und zwei Städte grenzen und selbst Bestandteil einer Erfüllenden Gemeinde sind. Zwingende Voraussetzung für die Bildung einer neuen Gemeinde ist, dass sie die Funktion eines Zentralen Ortes übernehmen kann. Übersetzt heißt dieses, dass eine Verbindung nur mit einem jetzt schon bestehenden Grundzentrum, Mittelzentrum (Stadtroda, Bad Klosterlausnitz gemeinsam mit Hermsdorf ) oder Oberzentrum (Jena) möglich ist. All diese Orte haben Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Der Antrag muss begründet sein unter Beachtung der gemeinwohlrelevanten Belange. Diese sollen mindestens folgende Aspekte umfassen:

  1. räumliche Lage, Entfernung zu Grund- und Mittelzentren
  2. zentralörtliche Einstufung und Zugehörigkeit zu einem mittelzentralen Funktionsraum bzw. Grundversorgungsbereich,
  3. infrastrukturelle Beziehungen, z.B. Verkehrswege, ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätze (einschließlich Pendlerbewegungen), Dienstleistungen (wie Ärzte, Banken etc.),
  4. technische Infrastruktur/interkommunale Zusammenarbeit (bspw. Zweckverbandsstrukturen, kommunale Arbeitsgemeinschaften),
  5. Strukturen und Einrichtungen der kommunalen Daseinsvorsorge, wie Feuerwehr, Kindertagesstätten, Seniorenund, Jugendeinrichtungen, Sportstätten, Friedhöfe, einschließlich Aufgabenträger,
  6. Schulstrukturen,
  7. traditionelle und historische Verbindungen, Vereine, ggf.auch Kirchgemeinden,
  8. landschaftliche und topografische Gegebenheiten,
  9. Bevölkerungsentwicklung,
  10. finanzielle Situation der beteiligten Gemeinden,
  11. Bau- und Gewerbegebiete einschließlich der konkretenLage,
  12. derzeitige Ortsteile mit Ortsteilverfassung und Ortschaften mit Ortschaftsverfassung,
  13. ggf. Auswirkungen auf mögliche Neugliederungen angrenzender Gebietskörperschaften

Es gibt nur zwei Möglichkeiten als Ergebnis: Die Bildung einer Landgemeinde oder die Eingliederung in eine größere Einheitsgemeinde bzw. Stadt. Beide unterscheiden sich erheblich in der Wahrung der Mitbestimmungsrechte.

 

  1. In der Einheitsgemeinde bzw. Stadt hätten wir einen Ortsteilrat (Ortsteilbürgermeister und 6 Ortsteilratsmitglieder), der mit der durch das Eingliederungsgesetz geänderten Kommunalordnung §45 (6) folgendes darf:
    Verwendung der dem Ortsteil für kulturelle, sportliche und soziale Zwecke zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel (5 E/Einwohner/Jahr),
  2. Pflege und Durchführung von Veranstaltungen des Brauchtums, der Heimatpflege und der kulturellen Tradition, Förderung und Entwicklung des kulturellen Lebens, Unterstützung
    der Ortsfeuerwehr.

Er gibt Stellungnahmen ab zu:

  1. der Änderung der Einteilung der Gemeinde in Ortsteile, soweit der Ortsteil betroffen ist, oder der Änderung des Namens des Ortsteils,
  2. der Benennung und Umbenennung der im Gebiet des Ortsteils dem öffentlichen Verkehr dienenden Straßen, Wege, Plätze und Brücken sowie der öffentlichen Einrichtungen,
  3. den beabsichtigten Veranstaltungen und Märkten im Ortsteil.

In der Landgemeinde gibt es den Ortschaftsrat (Ortschaftsbürgermeister und 6 Ortschaftsratsmitglieder), der in der geänderten Kommunalordnung § 45a (6) diese Aufgaben hat:

  1. Verwendung der der Ortschaft für kulturelle, sportliche und soziale Zwecke zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel (5 E/ Einwohner/ Jahr),
  2. Pflege und Durchführung von Veranstaltungen des Brauchtums, der Heimatpflege und der kulturellen Tradition, Förderung und Entwicklung des kulturellen Lebens, Unterstützung der Vereine, Verbände und sonstigen Vereinigungen in der Ortschaft, insbesondere der Ortsfeuerwehr,
  3. Benennung und Umbenennung der im Gebiet der Ortschaft dem öffentlichen Verkehr dienenden Straßen, Wege, Plätze und Brücken sowie der öffentlichen Einrichtungen; bei Doppelbenennungen mit Verwechslungsgefahr entscheidet der Gemeinderat im Benehmen mit dem Ortschaftsrat,
  4. Festlegungen der Reihenfolge der Arbeiten zum Um und Ausbau sowie zur Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich der Beleuchtungsanlagen,
    der Parkanlagen und Grünflächen,
  5. Pflege des Ortsbildes sowie Unterhaltung und Ausgestaltung von öffentlichen Park- und Grünanlagen, deren Bedeutung nicht über die Ortschaft hinausgeht,
  6. Teilnahme an Wettbewerben zur Dorfentwicklung und-verschönerung,
  7. Pflege von Partner- und Patenschaften, Information, Dokumentation und Repräsentation in Ortschaftsangelegenheiten,
  8. Benutzung, Unterhaltung und Ausstattung der in der Ortschaft gelegenen öffentlichen Kinderspielplätze, der Freizeitangebote für junge Menschen, Sporteinrichtungen, Büchereien, Dorfgemeinschaftshäuser, Heimatmuseen und Einrichtungen des Bestattungswesens, Wahl oder Vorschlag der ehrenamtlich tätigen Personen, soweit sich dieses Ehrenamt auf die Ortschaft beschränkt und der Landgemeinde diese Rechte zustehen.

Der Ortschaftsrat unterbreitet Vorschläge zu:

  1. der Auflösung der Ortsteile und Ortschaften, der Einteilung der Gemeinde in Ortsteile und Ortschaften, deren Benennung sowie der Änderung der Einteilung und der Benennung, jeweils soweit die Ortschaft betroffen ist,
  2. wesentlichen Änderungen der Zuständigkeiten des Ortschaftsrats durch die Hauptsatzung,
  3. dem Erlass, der Änderung oder Aufhebung einer die Ortschaft betreffenden Gestaltungssatzung,
  4. dem Erlass, der Änderung oder Aufhebung eines die Ortschaft betreffenden Bebauungsplans,
  5. dem Aus- und Umbau von Straßen, Wegen und Plätzen in der Ortschaft, soweit nicht der Ortschaftsrat nach Absatz 6 Nr.4 entscheidet,
  6. der Planung und Durchführung von Investitionsvorhaben,
  7. der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zu Bauvorhaben im Gebiet der Ortschaft,
  8. der Planung, Errichtung, Übernahme, wesentlichen Änderung und Schließung von öffentlichen Einrichtungen in der Ortschaft,
  9. der Veräußerung, Vermietung und Verpachtung von Grundvermögen der Landgemeinde in der Ortschaft,
  10. beabsichtigten Veranstaltungen und Märkten in der Ortschaft,
  11. dem Abschluss neuer Partner- und Patenschaften der Landgemeinde,
  12. der Aufstellung der Vorschlagsliste für Schöffen,
  13. der Wahl oder Berufung von ehrenamtlich tätigen Personen, soweit sich dieses Ehrenamt auf die Ortschaft beschränkt, der Landgemeinde diese Rechte zustehen und nicht der Ortschaftsrat nach Absatz 6 Nr. 10 entscheidet,
  14. der Einrichtung einer Schiedsstelle, die den Bereich der Ortschaft umfasst, und Wahl der Schiedsperson für diese Schiedsstelle.

Auch wenn Gesetzestexte immer sehr sperrig sind, kann man in diesem Fall durchaus die Intension erkennen.

 

Im Falle eines „Ehevertrages“ zu einer Landgemeinde gibt es größere Verhandlungsspielräume auch zum Beispiel in der künftigen Aufgabenerfüllung, die um einiges erweitert werden kann.
Beim Aufgehen in eine Einheitsgemeinde (Stadt) muß man sich den Bedingungen und Satzungen dieser unterwerfen. Autonomierechte sind durch die Kommunalordnug ausgeschlosssen. Einen Einfluss auf die entgültige Entscheidung des Gemeinderats kann auch der neue Zuschnitt der Landkreise haben, aber auch bestehende Infrastrukturen in allen Bereichen der Ver- und Entsorgung, bestehende Zweckvereibarungen mit anderen Gemeinden und andere Beteiligungen unserer Gemeinde wie der regionalen Aktionsgruppe Saale-Holzland, die für die Dorferneuerung wichtig ist. Die ersten offiziellen Vorstellungen zu den neuen Landkreisen wird es durch das Innenministerium Mitte Oktober geben. Anhand dieser Ausführungen bleibt festzustellen, dass die Gesamtproblematik zu komplex ist, als das man sie aus dem Bauch heraus entscheiden könnte. Insofern werden wir in allernächster Zeit in geeigneter Form (Einwohnerversammlungen und andere) unterrichten.


  • Dorferneuerung
  • Gemeindliches Enwicklungskonzept
  • Breitbandversorgung
  • Bürgerbus
  • Gemeindehaushalt 2017
  • vollbiologische_klaeranalageDie Maßnahme in Gröben ist im vollem Gange. Aufgrund der genehmigungsrechtlichen Schwierigkeiten werden in diesem Jahr 30 % des Gesamtumfangs abgearbeitet. Dazu gehören das Verlegen der Abwasserleitung vom Sportplatz um das Vereinshaus herum mit der entsprechenden Gestaltung der Stützmauer und Zuwegung. Zusätzlich hat der Gemeinderat entschieden, für das Vereinshaus die vollbiologische Kleinkläranlage zu errichten. Weiterhin werden die Energieversorgung und  die neue Straßenbeleuchtung ab Grundstück Friedrich zum Ortsausgang und in Richtung Feldweg nach Schlöben erneuert.

  • Mit Beschluss des Gemeinderats ist der Bürgermeister beauftragt, für die Vorbereitung der Aufstellung eines gemeindlichen Enwicklungskonzepts Angebote von entsprechenden Planungsbüros einzuholen, die die Erarbeitung des Konzepts begleiten sollen. Zielstellung ist, unabhängig von der Gebietsreform, alle unsere Orte zum Schwerpunkt der Dorferneuerung zu machen, um künftig sowohl die gemeindlichen als auch die privaten Investitionen an Haus und Hof fördern zu lassen.
    Die Erarbeitung erfolgt im hohen Maße mit Bürgerbeteiligung, die in eine Steuerungsgruppe münden soll, die verschiedene Arbeitskreise (z.B. Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz, Handel, Kultur und Bildung, Bauplanung, ..) koordiniert. Dieser Prozess könnte auch dazu dienen, bezüglich der Gebietsreform die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Parallel dazu wäre es möglich, am Wettbewerb „Global nachhaltige Kommune“ teilzunehmen, um sich mit den kommunalen Enwicklungszielen des Weltzukunftsvertrages der UNO zu identifizieren, dem auch die Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist. Hier liegen künftig die besten Möglichkeiten auch zur finanziellen Beförderung nachhaltiger Projekte in unserer Gemeinde.

  • Die Gemeinde hat sich dem Gesamtprojekt des Saale-Holzland-Kreises angeschlossen, um die letzten weißen Flecken (Gröben, Mennewitz, Trockhausen) mit schnellem Internet zu versorgen,
    wobei Mennewitz über den ersten Nahwärmeanschluss die äußere Erschließung mit Glasfaser erreicht hat. Ziel ist es, eine entsprechende Bundesförderung zu erhalten, um den jeweiligen
    Lückenschluss zu ermöglichen. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde per Beschluss diese Aufgabe an den Landkreis übertragen.

  • Für eine mögliche Installierung eines Bürgerbusses sind Fragebögen versandt worden. Wir bitten Sie, diese ausgefüllt zurückzugeben und werden gegebenenfalls die Frist um 2 Wochen verlängern. Bei Verbummeln des Bogens gibt es die Möglichkeit, in der Gemeinde einen Ersatz zu bekommen. Es wäre schön, wenn wir die Umfrage repräsentativ auswerten können. Bedenken Sie also nicht nur Ihre gegenwärtige Mobilitätssituation, sondern eventuell auch die künftige. Zur technischen Umsetzung ist ein Förderantrag zur Unterstützung der Mobilität beim Infrastrukturministerium eingereicht worden. Der Antrag beinhaltet die Anschaffung eines Elektrobusses und die Einrichtung von jeweils einer Elektroladestation in Stadtroda und Schlöben.
    Für die künftige Linienführung und Taktung wird es weitere Erhebungen geben.

  • Das laufende Haushaltsjahr gestaltet sich außerordentlich schwierig. Insbesondere das Einbrechen der Gewerbesteuern zwingt zur strengen Haushaltsdisziplin. Für die Sicherung der Investition in Gröben haben wir erstmals seit langer Zeit wieder einen Kredit aufgenommen. Die Fortführung wird auch der Schwerpunkt im nächsten Jahr sein. Neben der Erfüllung der Pflichtaufgaben soll der Eigenanteil für das gemeindliche Entwicklungskonzept bereitgestellt werden. Abzuwarten bleibt die Entwicklung des Kreishaushaltes, der in diesem Jahr ein Defizit von 2,5 Mio hat und dem voraussichtlich im nächsten Jahr bisher 5,0 Mio Euro fehlen. Das könnte Auswirkungen auf die Kreisumlage haben und damit direkt auf unseren eigenen Haushalt, ist es doch unsere
    zweitgrößte Ausgabeposition.

– Ende des amtlichen Teils –

Sinnspruch: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Die Ärzte Punkrock-Band

Foto oben u. unten, „Novalis“- Grundschule, Schlöben, Schüler als Artisten

Foto oben u. unten, „Novalis“- Grundschule, Schlöben, Schüler als Artisten

 

 

Zirkusprojekt der Grundschule „Novalis“ Schlöben


Einmal in der Manege eines Zirkus zu stehen, einmal Zirkusluft zu schnuppern, Clown oder Jongleur zu sein – welches Kind träumt nicht davon!
Für unsere Grundschüler konnte dieser Traum Wirklichkeit werden. Nur 2 Tage probten sie fleißig in gemischten Altersgruppen unter Anleitung der Artisten des „1. Ostdeutschen Projektzirkus
Andre Sperlich“ in der Turnhalle, den Klassenräumen und in der Zirkusmanege. Dann war es soweit. Drei öffentliche Vorstellungen wurden von den Kindern selbst gestaltet und gemeistert. Herein spaziert und Manege frei für die Akrobaten, Zauberer, Clowns, Fakire und Jongleure, für Drahtseilakrobaten und Piraten, für Trapezkünstler, Tüchertänzer und für eine Taubendressur. Die 3 Vorführungen, die Eltern, Großeltern, Geschwister, Kindergartenkinder und Gäste begeisterten, waren nicht nur Ausdruck der gelungenen Darbietungen der Schüler, sondern es waren die professionellen Lichteffekte, Kostüme, die perfekt gelernte Zirkushymne und die Schülerinnen Laura Köhler und Charlotte Geisenhainer, die dieses großartige Programm moderierten. Über ein Jahr Vorbereitungen haben sich gelohnt. Bedanken möchten wir uns bei unserem Bürgermeister Herrn Perschke, der den Dorfplatz für den Zirkus bereitstellte und allen fleißigen Helfern, Eltern und Pädagogen. Ohne das Engagement aller Beteiligten der Gemeinde wäre dieses schöne nachhaltige Projekt nicht durchführbar gewesen.

Im Namen des Pädagogenteams
E. Klinner
Schulleiter

Foto oben u. unten, „Novalis“- Grundschule, Schlöben, Schüler als Artisten

Foto oben u. unten, „Novalis“- Grundschule, Schlöben, Schüler als Artisten

 

 

22. Traktorentreffen in Rabis


Richtig Schwein gehabt

 

22.Traktoren-Treffen

22.Traktoren-Treffen-2Wer hätte das gedacht, dass sich das Wetter am Sonntag zur 22.Traktorenschau doch noch zum Besseren besinnen würde, nachdem zuvor am Freitag Nacht gegen 23.00 Uhr der Regen einsetzte und am Sonnabend nicht aufhören wollte. Alles atmete auf, nachdem die Männer am Vortag beim Zeltaufbau noch klitschnass geworden waren. Nun ist die 22.Traktorenschau schon wieder Geschichte und wir können sagen, es war ein  Erfolg und wir haben noch einmal wirklich richtig Schwein gehabt. Es kamen immerhin 142 Traktoren, die Ersten waren schon am  Freitag angereist und haben es sich am Ort  gemütlich gemacht. Es sind wie immer die Traktoren aus dem BLK und GRZ, die sich bei jedem Wetter schon um diese Zeit auf den Weg machen und am Ort campieren. Der Erntetanz am Sonnabend Abend entwickelte sich zunächst trotz zaghaften Beginns doch noch zu einen tollen Abend, dafür sorgte spätestens DJ Mario sowie die Verlosung der Tombolagewinne. Der Sonntag ist wie immer der Haupttag und der bot den Besuchern ein reichhaltiges Programm. Vieles ist schon in der Presse darüber berichtet worden, deshalb wollen wir es nicht wiederholen, aber einiges war doch anders und das sollte deshalb auch erwähnt werden.
22.Traktoren-Treffen-3

Mit einem „Gut Schuss“ sorgte erstmalig der Schützenverein Dürrengleina mit ihren weithin zu hörenden Böllern für die entsprechende Aufmerksamkeit. Die Schützen in ihrer auffallenden Schützentracht und mit Orden behangener Brust, stachen schon so aus der Menge heraus. Dicht umlagert war der Stand von Christine und Klaus Biedermann mit dem 1.Teil der Rabiser Chronik und dem Mundartbuch, welche nicht nur bei den Rabsern großen Anklang fand. Davon angelockt, ergaben sich insbesondere interessante Gespräche mit anderen Ortschronisten über die Grenzen unserer Großgemeinde hinaus. Und zuletzt trug neben der Hüpfburg, des Kinderschmink- und Bastelstandes sowie der Rollbahn noch der lustige Clown in Person von Bernd Müller zur Belustigung der Kinder bei. Aber auch die Großen zog er in seinen Bann und auch diese konnten sich seinem Charme nicht entziehen. Gut so Bernd, du warst eine Bereicherung der Veranstaltung. Die Versorgung und der Ablauf war wie immer bestens organisiert, ein großes Lob deshalb an alle Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer, ohne die die immensen Aufgaben nicht so tadellos zu bewältigen wären.

21. Sept. 2016, Klaus Biedermann
Fotos (2): Klaus Biedermann

 

Familienzentrum


Bewährtes und Neues im Familienzentrum

Im Familienzentrum gibt es dieser Tage einiges an Bewegung. So grübeln die Netzwerker um Koordinatorin Monika Ludwig-Perschke stets darüber nach, wie bereits bestehende und bewährte Angebote weiter verbessert und noch interessanter gemacht werden können.
Die Bibliothek der Gemeinde hält einen doch recht großen Fundus an Lektüre bereit, so dass die meisten Lesewilligen auch fündig werden sollten. Selbst einige Filme und Brettspiele gibt es hier zur Ausleihe und durch Kooperationen mit großen Bibliotheken können auch Nachfragen und Wünsche erfüllt werden. Mit einem gelungenen Lesewettbewerb für Grundschüler versuchte die Bibliothek zum Beispiel auch, das Interesse unseres Nachwuchses an Geschichten und Büchern zu fördern.
Das Junge Café richtet sich ebenfalls an unsere Jüngsten und lädt mit seinen abwechslungsreichen Angeboten zum Mitmachen ein. Gesunde Ernährung bildet dabei einen Themenschwerpunkt, wobei auch gemeinsame Ausflüge und Gelegenheiten zur kreativen Gestaltung nicht zu kurz kommen. Das aktuelle Thema findet man im Internet. Alle Kinder sind herzlich eingeladen, sich für das Junge Café anzumelden!
Auch an die Kleinsten ist gedacht. In einem extra für die Krabbelgruppe frei gehaltenem Raum können die Kleinen erste Begegnungen mit Gleichaltrigen machen. Aber auch den Eltern bietet sich Gelegenheit zum Austausch und nettem Plausch. Zur festen Größe im Familienzentrum hat sich das Frühstückskaffee etabliert. Am ersten und dritten Dienstagvormittag des Monats bietet sich die Gelegenheit, bei einem gemeinsamen Frühstück zusammenzufinden und ein paar gesellige Stunden zu verbringen. Auch der Frauenstammtisch am jeweils letzten Montag im Monat lädt zum Treff ein und widmet sich den gemeinsamen, vielfältigen Interessen.
Doch für die Erwachsenen bieten sich inzwischen noch mehr Gründe, ab und an im Familienzentrum vorbei zu schauen! So gibt es von Zeit zu Zeit einen Spieleabend für Erwachsene. Hier treffen sich Junge und jung Gebliebene zum gemeinsamen Spaß am Spiel. Egal, ob beim klassischen Kartenspiel oder modernem TableTop, bleibt es stets gesellig und die Stimmung heiter. Besonders interessant kann es werden, wenn man auf neue oder auch kreative Spiele und Ideen stößt, denn jeder darf mitbringen, was er gern einmal mit anderen spielen mag! Echte Verlierer gibt es hier jedenfalls nicht. Der nächste Spieleabend findet am Samstag, den 8. Oktober statt.
An alle, die es ein wenig ernsthafter wünschen, richtet sich das Freitags-Forum. Dabei bleibt das sich gerade gut etablierende Format jedoch stets ungezwungen und bietet jedem, der Lust hat, die Möglichkeit, sich ebenfalls einzubringen und auszutauschen. Aber auch das einfache Zuhören und Wahrnehmen, welche unterschiedlichen oder oft auch überraschend ähnlichen Meinungen die Bürger besitzen, kann sehr bereichernd sein. Als Einführung in eine möglichst kontroverse Diskussion gibt stets ein geladener Gast aus der Gemeinde einen kurzen Auftakt zu einem ihm wichtigen Thema. Im Anschluss sind dann alle eingeladen, ihre Standpunkte und Meinungen dazu vorzutragen, aber auch zu überdenken. Das letzte Forum für dieses Jahr ist für den 18. November angesetzt. Herr Lorenz Hempel führt in das Thema „Unendlich – Kann man das fassen?“ ein.
Seit Mitte September erweitert das Offene Café das Angebot des Familienzentrums. Hier dürfen und sollen sich montags von 15 bis 17 Uhr einfach alle begegnen können, die Freude an Geselligkeit haben. Die Tasse Kaffee zur frischen Waffel darf bei schönem Wetter auch draußen verspeist werden. Jedoch bieten sich selbst drinnen tolle Möglichkeiten zur Unterhaltung auf vielerlei Art und Weise. Bei der Auswahl und Zubereitung des Verkaufsangebotes wird speziell auf die Verwendung nachhaltiger Produkte wert gelegt!
Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, dem sich die Gemeinde Schlöben in den kommenden Jahren auch weiter verpflichten will. Dabei möchte sie die am 2. November mit unserem Bürgermeister
und dem Thema „Global nachhaltige Kommune“ startenden Veranstaltungsreihe Nachhaltige Begegnungen unterstützen. Diese soll Menschen eine Plattform bieten, die etwas sagen möchten, die konfrontieren möchten und die neue Perspektiven oder auch Wege aufzeigen wollen. Menschen, die an die Zukunft denken. Menschen, die sich Veränderung wünschen. Nicht nur zu dieser Reihe mit Sicherheit spannender Begegnungen gibt es viele weitere und auch aktuelle Informationen auf der Internetseite der Gemeinde www.schloeben.de. Dabei besteht die Hoffnung, mit der Zeit möglichst viele Informationen aus und über die Gemeinde hier zu bündeln. So bietet zum Beispiel der zentrale Veranstaltungskalender eine sehr gute Möglichkeit sich zu informieren, wo und vor allem was demnächst so los ist. Auch eine Rubrik für regelmäßige Freizeitangebote lädt zur weiteren Befüllung ein. Alle Gemeinschaften, Vereine und Bürger der Gemeinde dürfen sich eingeladen fühlen, diese Plattform auch für ihre Zwecke zu nutzen, Veranstaltungen anzukündigen und Berichte mit Bildern zu bereits Stattgefundenem zu veröffentlichen. Die  Gemeindeverwaltung stellt gern den Kontakt dazu her.
Natürlich sei ebenfalls erwähnt, dass die ehrenamtlichen Netzwerker des Familienzentrums sich über weitere punktuelle oder sogar regelmäßige Unterstützung sehr freuen würden. Die nächsten Höhepunkte stellen die kommende Halloween-Party am 31. Oktober und die gemeinsamen Feierlichkeiten zum Martinstag
am 9. und 10. November in Kooperation mit der Kirchgemeinde dar. Neue Ideen, frischer Wind und noch mehr Aktivität von den Bürgern für die Bürger sind im Familienzentrum herzlich
willkommen! Christian Schorsch

SV Wöllmisse – Abteilung Fußball – Spielplan 2016


  • 16.10.2016 14.30 Uhr SV Wöllmisse: SV Eintracht Camburg II
  • 22.10.2016 13:00 Uhr FC Thüringen Jena III: SV Wöllmisse
  • 30.10.2016 14.00 Uhr SV Wöllmisse: SpVgg.Rot-Weiß Graitschen
  • 06.11.2016 14.00 Uhr VfB Steudnitz: SV Wöllmisse
  • 13.11.2016 14.00 Uhr SV Wöllmisse: BSC 98 Jena
  • 27.11.2016 14.00 Uhr SV Wöllmisse: SV Lobeda 77 II
  • 03.12.2016 11.30 Uhr FV Rodatal Zöllnitz: SV Wöllmisse

Impressum


Herausgeber: Gemeinde Schlöben, Am Wallgraben 20, 07646 Schlöben, Internet: www.schloeben.de
Redaktion: Bürgermeister Hans-Peter Perschke. Preis: kostenlose Ausgabe
Druck: Druckhaus Gera, 07552 Gera, Jakob-A.Morand-Straße 16

 

Wöllmisse Anzeiger Nr. 60

Gedanken zum neuen Jahr: Worauf es jetzt ankommt!

2015 wird vielen in besonderer Erinnerung bleiben: ein ungestümes Jahr, das viele überforderte in der Abfolge der Ereignisse, zum Widerspruch reizte und und uns eine Themenvielfalt bereithielt, die nicht immer zu verarbeiten war. Aber wie immer hängt alles zusammen und manchmal an einem seidenen Faden. Die UNO hat im September den „Weltzukunftsvertrag“ für eine nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) verhandelt und beschlossen. Der Papst stellt mit der Umweltenzyklika „Laudato si“ die Armen und die ökologische Mitwelt ins Zentrum. Und schließlich vereinbarten die Staaten dieser Erde in Paris Umweltziele, wenn auch nicht verbindlich, so aber doch gemeinsam und einheitlich. Gemeinsam ist allen, das wenn wir so weiterleben wie bisher, die Welt endgültig aus den Fugen gerät durch Umweltzerstörung, Klimawandel, Kampf um Rohstoffe und deren Verschwendung, lokale und regionale Kriege, Flüchtlingsbewegungen und vieles mehr. Ein zukunftsgerechtes Wirtschaften und Leben setzt grundlegende Veränderungen voraus. Innovationen die nicht nur technischer sondern auch sozialer Natur sind, soll heißen technische Neuerungen sollen nachhaltig sein und nicht zu höheren Ressourcenverbrauch führen. Eine Gemeinwohlökonomie muss die auf Wachstum und Rendite ausgerichtete kapitalistische Wirtschaftsweise ersetzen, die aktuell durch Freihandelsabkommen zementiert werden soll inklusive der Privatisierung öffentlicher Güter. Gerechtigkeit muss den Grundwiderspruch in der Klimapolitik der letzten Jahre auflösen und die ökologische Schuld durch die reichen Länder beglichen werden, hinsichtlich der Not, die durch Dürren, Bodenerosion und Überschwemmungen in der sogenannten dritten Welt entstanden ist. Der Mensch als moralisches Wesen ist herausgefordert, persönlich Verantwortung für diese EineWelt zu übernehmen. Dazu gehört auch Genügsamkeit im Sinne eines bescheidenen Lebensstils im Privaten und ein maßvolles Wohlstandsmodell, aber auch Stärke, um den Mut aufzubringen, dem Mainstream zu widersprechen und im zivilgesellschaftlichen Engagement für ein nachhaltiges Wirtschafts- und Lebensmodell zu kämpfen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches 2016 Ihr Bürgermeister Hans-Peter Perschke

 

– Beginn des amtlichen Teils –

Folgende Beschlüsse wurden in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen am 01.09.-, am 03.11.- und am 15.12.2015 gefasst:

  • Antrag auf Änderung der Tagesordnung
  • Bestätigung der geänderten Tagesordnung
  • Bestätigung Gemeinderatsprotokoll vom 01.07.2015
  • Beschluss zur Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2012
  • Beschluss zur Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2013
  • Beschluss zu Entlastung des Bürgermeisters für das Jahr 2012
  • Beschluss zu Entlastung des Bürgermeisters für das Jahr 2013
  • Aufnahme von Enrico Hädrich in die Freiwillige Feuerwehr Schlöben
  • Rücknahme der Klage gegen den Kreis- und Schulumlagenbescheid 2014
  • Bestätigung Gemeinderatsprotokoll vom 01.09.2015
  • Beschluss zum Erlass der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Abwehr von Gefahren in der Gemeinde Schlöben
  • Beschlussfassung zu überplanmäßigen Ausgaben in der Haushaltsstelle Sachverständigenkosten
  • Bestätigung Gemeinderatsprotokoll vom 03.11.2015
  • Beschlussfassung zu überplanmäßigen Ausgaben in der Haushaltsstelle Zuweisung an Gemeinden
  • Übernahme Betriebskosten Wunsch- und Wahlrecht Kitabesuch in Fremdgemeinden
  • Beschlussfassung zu überplanmäßigen Ausgaben Zuweisung an übrige Bereiche – AWO – Betreibung Kita

– Informationen des Bürgermeisters –

Ein beherrschendes Thema der letzten Monate war die anstehende Gebietsreform. Hierzu gab es viele Diskussionen und auch Fehlinformationen. Folgende tatsächlichen Fakten stehen fest: Im Jahr 2018 soll in Thüringen eine Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform vollzogen werden. Das Thüringer Verfassungsgericht hat der Regierung aufgetragen vor der Gesetzgebung dazu ein Leitbild zu entwerfen und zu verabschieden. Dieses wurde in den letzten Monaten öffentlich diskutiert. Das Gesetz zur Umsetzung (Vorschaltgesetz) soll im Frühjahr 2016 verabschiedet werden.

Erst dann weiß man definitiv, wie die Verwaltungsstrukturen künftig aussehen werden, welche Aufgabenverteilung zwischen Land, Landkreisen und Kommunen erfolgen soll. Daraus ergeben sich dann auch die größenmäßigen (Einwohner,Fläche) Zahlen. Das die Selbständigkeit der kleinen Gemeinden verschwindet ist bekannt. Die Zielgröße für die neuen Einheitsgemeinden liegt zwischen 6000 und 8000 Einwohnern. Wer sich mit wem zusammen schließt hängt im wesentlichen von der künftigen Aufgabenstruktur ab und kann in einer freiwilligen Phase bis 2018 vorab erfolgen.

– Ende des amtlichen Teils –

 

 

  • Veranstaltungskalender
  • SV Wöllmisse – Spielplan
  • Vorläufiger Veranstaltungskalender für 2016

    19.03.2016 Osterbaumsetzen in Schlöben Frauengruppe Schlöben
    19.03.2016 Preisskat in Gröben Realia Gröben eV
    25.03.2016 Wöllmisselauf Realia Gröben eV
    30.04.2016 Walpurgisfeuer in Zöttnitz Teichgemeinschaft Zöttnitz
    01.05.2016 Maibaumsetzen in Gröben Realia Gröben eV
    07.05.2016 Maibaumsetzen in Rabis FW-Verein Rabis/Zöttnitz eV
    14.05.2016 Pfingsttanz in Gröben Realia Gröben eV
    21.05.2016 Maibaumsetzen in Schlöben Maibaumgesellschaft Schlöben eV: 20. Jubiläum
    04.06.2016 Kindersportfest in Rabis SV Wöllmisse eV.
    Juni 2016 Hoffest Agrarunternehmen
    19.-21.08.2016 Sommerfest in Gröben Realia Gröben eV
    28.08.2016 Volleyballturnier in Gröben Realia Gröben eV

  • Spiel-Nr.-Datum-Anstoß- Spielansetzung 

    14-12.03.2016 14.00 Uhr BSC 98 Jena/ SV Wöllmisse
    15-20.03.2016 14.00 Uhr SV Wöllmisse/ SC Empor Mörsdorf
    16-03.04.2016 14.30 Uhr SV Wöllmisse/ Eintracht Camburg II
    17-10.04.2016 14.30 Uhr FSV GW Stadtroda/ SV Wöllmisse
    18-17.04.2016 14.30 Uhr SV Wöllmisse/ SG Rockau/Schkölen
    19-23.04.2016 12.30 Uhr SV Lobeda 77 II/ SV Wöllmisse
    20-01.05.2016 14.30 Uhr SV Wöllmisse/ SV Traktor Rauda
    21-07.05.2016 12.30 Uhr FV Rodatal Zöllnitz II/ SV Wöllmisse
    22-22.05.2016 14.30 Uhr SV Wöllmisse/ SV Thalbürgel

wma60m_Maibaumgesellschaft