Osterbaumsetzen

Wie in jedem Jahr, kurz bevor das wichtigste kirchliche Fest ansteht, fand am vergangenen Wochenende im Dorfzentrum von Schlöben das traditionelle Osterbaumsetzen statt. Trotzdem die einladende Schlöbener Frauengruppe durch krankheitsbedingte Ausfälle beim Verteilen von Kaffee und Kuchen sehr gut gefordert war, konnte doch in Zusammenarbeit mit der Maibaumgesellschaft, die Getränke ausschank und deftige Leckereien anbot, allen Besuchern und Gästen ein geselliger Nachmittag bereitet werden. Mit einbrechender Dunkelheit wurden dann Feuer entzündet und mit treibender musikalischer Untermalung den noch frischen Temperaturen etwas entgegengesetzt, um dann noch weit in die Nacht hinein feiern zu können.

Die kommenden Wochen schmückt der Osterbaum nun den Dorfplatz und lädt alle Spaziergänger zum hübschen Anblick ein!

Wir wünschen allen Bürgern der Gemeinde ein schönes Osterfest.

Wir sind Energie-Gewinner.

Grund zur Freude

Das Bioenergiedorf Schlöben hat früh auf die eigene Energie gesetzt

Knisternd verschlingt das Feuer die Tannennadeln, Flammen erhellen die Dunkelheit: Kein Grund zur Beunruhigung! Schließlich richtet die Freiwillige Feierwehr Schlöben selbst das Knutsfeuer aus, die alljährliche Verbrennung alter Tannenbäume im Park – und sie ist bestens ausgestattet.

Die Feuerwehr profitiert davon, dass die Gemeinde weitgehend unabhängig ist in ihrer Energieversorgung. Die Wärme- und Energieerzeugung trägt zur lokalen Wertschöpfung bei und generiert neues Geld, das zum Beispiel für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr verwendet werden kann.

Zwt.: Zuzug statt Abwanderung: Der Ort trotzt dem Trend

Die nahe Jena gelegene Gemeinde ist das erste Bioenergiedorf Thüringens. Die Auszeichnung wurde ihr vom Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen für das ganzheitliche Konzept, die innovative Technik, den effizienten Umgang mit Ressourcen und das hohe bürgerschaftliche Engagement. Heute zählt der Ort Schlöben knapp 500 Einwohner, vor zwanzig Jahren waren es 210.

Die Idee einer selbst organisierten, ökologischen Energieerzeugung wurde vor Ort geboren und gezielt entwickelt. Die Bürger waren eingebunden. Ein wichtiger Schritt war die Gründung der Genossenschaft „Bioenergiedorf Schlöben eG“ 2009, ein weiterer der Bau einer Biogasanlage 2011. Über ein eigenes Nahwärmnetz versorgt es Kindergarten, Schule, Gemeindeeinrichtungen und Schule sowie viele Haushalte zu günstigen Preisen. „Und weil wir in Schlöben ja immer einen Schritt voraus denken, haben wir mit dem Nahwärmenetz auch gleich Glasfaser verlegt. Jetzt haben wir hier unser eigenes, superschnelle  Internet“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Perschke.

Zwt: Der regionale Kreislauf funktioniert

Die Biogasanlage samt eines Blockheizkraftwerkes und Holzhackschnitzelkessel für Spitzenlastzeiten wird vom örtlichen Agrarunternehmen betrieben. „Bei der Energieversorgung funktioniert der regionale Kreislauf“, sagt Bürgermeister Perschke. „Die Agrargenossenschaft liefert die Rohstoffe, die Reste landen wieder als Dünger auf dem Feld.“

An der Genossenschaft haben sich mittlerweile über 100 Mitglieder beteiligt, die mehr als 400 Anteile zu je 500 Euro erworben haben. „Die Vorteile, die uns eine eigene Energieversorgung bringt, sind vielfältig“, findet Bürgermeister Perschke. „Wir können uns ein eigenes Familienzentrum leisten, wir haben niedrige Wärmepreise.“ Und dann ist da noch die Feuerwehr, die erst kürzlich mit einem neuen Fahrzeug und neuen Helmen ausgestattet wurde.

Quelle: Flyer des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz

Thüringer Energiegewinner-Geschichten: Voller Einsatz für das Bioenergiedorf Schlöben

Neue Skulpturen-Gruppe bereichert den Novalisweg bei Schlöben

Gröbener Verein „Realia“ gelingt es, Geld für den Kauf der Skulpturen zusammenzubringen. Kunstwerke von Barbara Neuhäuser können am Abzweig Rabis, in Zöttnitz sowie am Waldrand der Wöllmisse bewundert werden.

Schlöben. „Wir fühlen uns sowohl der Heimatpflege als auch der Kultur im Ort verpflichtet“, begründete Realia-Vorsitzender Andreas Ebing den Kauf der Skulpturen, die künftig den 2010 eingeweihten Novalis-Skulpturenweg bereichern werden.Die Gruppe „Sein. Vom Wachsen und Werden I bis III“ stammt von Bildhauerin BarbaraNeuhäuser aus Rabis und konnte dank einer Lottomittel-Zuwendung aus der Thüringer Staatskanzelei in Höhe von 5000 Euro an den Heimatverein dauerhaft für den Novalisweg erworben werden.

Dichter nutzte Verbindung nach Jena

Der Weg selbst verbindet Schlöben mit Jena auf eine durchaus romantische Art. Soll doch der junge Dichter Novalis – eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (1772 bis 1801) – einst bei seinen Besuchen auf dem Hardenbergschen Gut in Schlöben den Weg über die Wöllmisse genommen haben, um nach Jena zu gelangen. Ganz sicher war er nicht nur in seiner Jenaer Studienzeit, sondern auch während des legendären Treffens der Romantiker vom 11. bis 15. November 1799 auf diesem Weg unterwegs. So führt der 13,5 Kilometer lange Weg von der Schlöbener Kirche über Rabis und das Vorwerk Fraitsch auf den Kammweg der Wöllmisse und von dort aus nach Drackendorf bis zum Romantikerhaus. Intention der damaligen Ideengeber war es, dass namhafte Künstler den Weg mit ihren Werken aufwerten.

Stellte man anfangs noch Leihgaben entlang des Weges aus, so sind nun einige Werke dauerhaft im Besitz der Gemeinde Schlöben. So unterstützte das Thüringer Umweltministerium jetzt mit 2500 Euro den Ankauf der „Schöpfung“, die im Ortszentrum von Schlöben steht. Antragsteller war auch hier der Gröbener Verein „Realia“.Schlöbens Bürgermeister Hans-Peter Perschke sieht in dem Weg einen weiteren Grundstein für Nachhaltigkeit gelegt. Neben dem Bioenergieweg, dem historischen Rundweg durch die Gemeinde und dem Bienenweg verfüge man mit dem Novalis-Skulpturenweg über eine hervorragende touristische Infrastruktur. Die werde inzwischen auch intensiv von Wanderern und Erholungssuchenden genutzt, verwies er unter anderem auf ganze Gruppen, die am Wochenende die Region erkunden, beispielsweise die Onkologen des Universitätsklinikums Jena. „Die haben sich tatsächlich auf die Spuren der Frühromantiker begeben.“Über die Regionale Aktionsgruppe (RAG) will man nun erkunden, die man die Region weiter touristisch aufwerten kann. Perschke geht es dabei um Projekte, die dauerhaft Zuspruch finden werden und die eine Art Werthaltigkeit haben. So könnte er sich vorstellen, dass man auf der Wöllmisse – das große Hochplateau zwischen Schlöben undJena – einmal einen Aussichtsturm mit Gastronomie errichtet. Konkrete Planungen hierfür gibt es zwar nicht, aber die Idee sei bereits seit längerer Zeit in den Köpfen einiger Macher, verriet er.Nicht zuletzt rücken über die Kulturschiene das kleine Örtchen Schlöben und die große Stadt Jena immer näher aneinander. Ist doch der Novalisweg aus einer Kooperation zwischen den Künstlern und der Gemeinde mit JenaKultur und dem Romantikerhaus entstanden.Mit im Boot war und ist auch der Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland, der sich um die Beschilderung des Weges kümmerte.

Frank Kalla / 05.11.15 / OTZ
Quelle: http://eisenberg.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Neue-Skulpturen-Gruppe-bereichert-den-Novalisweg-bei-Schloeben-1053813353

Vortrag: „Lob der unvernünftigen Äußerungen – wie man Kinderzeichnungen betrachten kann“

Ein Vortrag über den Umgang mit der Kinderzeichnung.

 

„Jedes Kind liebt es zu malen. Es genießt, seine bunten Spuren mit Stiften und Pinsel fließen zu lassen. So lange, bis wir Erwachsenen anfangen, sein Bild zu deuten, hinterfragen, zu verbessern, zu loben, oder gar zu benoten.“
Darüber möchte ich am 13. Januar um 20 Uhr im Familienzentrum sprechen, diskutieren und zum Nachdenken anregen.
Ich freue mich auf Ihren Besuch!

 

Kerstin Welsch

 

Der Vortrag bildet die Auftaktveranstaltung für eine fünfteilige Reihe der Kirchgemeinde. Weitere öffentliche Vorträge finden in den kommenden Wochen jeweils mittwochs um 20 Uhr im Familienzentrum statt.

Mit Musik Menschen zusammenbringen

Acht- bis zehnstimmig, ohne Strom und Verstärker: Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ wird dieses Jahr 20.

Jena. Es war das Jahr 1996: Almut Elsässer hatte kurz zuvor das Spezialgymnasium für Musik in Gera absolviert und erst einmal keine Lust darauf, ein Studium aufzunehmen. Sie bewarb sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der evangelischen Jugendarbeit in Jenaund betreute das Projekt „Nistkasten“. Doch weil sie so völlig ohne Musik auch nicht sein konnte, begann sie bereits in jenem Jahr, zunächst mit Jugendlichen Gospels zu singen. Aus anfänglich eher sporadischem Singen entwickelte sich schnell ein richtiger Chor. In diesem Jahr wird der Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ nun schon 20 Jahre alt.Inzwischen ist der Chor längst auch über Jenas Stadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Gesungen wird acht- bis zehnstimmig und doppelchörig. Und der Chor wird sogar von wahren Gospel-Legenden wie Deborah Woodson geschätzt, die sich im vergangenen Jahr den Chor zur Unterstützung für ein Konzert in Jena holte. „Das war für uns eine spannende Erfahrung“, sagt Almut Elsässer.Doch vor dem Erfolg galt es, die Mühen der Ebene zu durchqueren. Bei einem Jugendkirchentag auf der Wartburg in Eisenach – der Chor war damals gerade mal ein Jahr alt – waren die Mitglieder zwar vollständig angereist, doch brachte niemand nicht den Mut auf, sich einem großen Publikum zu stellen. Man reiste unverrichteter Dinge – und unerkannt – wieder ab. Folgen gab es keine, niemand hatte offenbar bemerkt, dass ein Programmpunkt fehlte.

Der Jenaer Gospelchor, der aus etwa 30 Mitgliedern besteht, kommt ohne jegliche Begleitinstrumente aus. Allein mit der Kraft seiner Stimmen und einer unbändigen Begeisterung für diese Art der Musik gelingt es, große Konzertsäle ebenso wie kleine Kirchen zum Klingen und Schwingen zu bringen. Der Funke der Begeisterung springt auf das Publikum über. Man spürt bei jeder Sängerin und jedem Sänger, welche große Freude sie daran haben. Das kommt nicht zuletzt auch darin zum Ausdruck, dass sie sich selbst bei einigen Titeln mit einer Percussion – Händeklatschen und Geräuschen – begleiten. „Wir können überall singen, brauchen weder Strom noch Verstärker“, sagt Almut Elsässer.Das Repertoire des Chores umfasst neben Gospels auch Spirituals und Traditionals. Hinzu kommen Arrangements von Popsongs sowie Ausflüge in die Weltmusik wie Jazz oder Musik aus Afrika. „Musik ist für uns ein wunderbares Medium, um Menschen zusammenzubringen“, sagt Almut Elsässer, die zudem betont, dass der Chor ohne die engagierte Mithilfe von Musikschaffenden und Musikinteressierten aus Jena nicht dort wäre, wo er heute ist.„Wir haben Kirchenmusikdirektor Martin Meier und dem Sprecher der evangelischen Kirche Jena, Ralf Kleist, sehr viel zu verdanken. Die beiden haben es möglich gemacht, dass wir regelmäßig im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde proben können.“ Zuvor habe man lediglich Provisorien zum Proben gehabt wie beispielsweise das Gärtnerhaus auf dem Johannisfriedhof, einen Raum in der IGS „Grete Unrein“ oder einen Raum in der JG Stadtmitte. Meier und Kleist sowie der ehemalige Jenaer SuperintendentDiethard Kamm hätten dem Chor große Unterstützung zuteil werden lassen.Almut Elsässer hat als Chorleiterin ihre eigenen Solo-Ambitionen erst einmal hinten angestellt. Was sie sich als Dirigentin bisher autodidaktisch angeeignet hatte, das betreibt sie nun auch professionell: Sie absolviert eine Chorleiterausbildung an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar. Musik machen zu können sieht sie als „Geschenk“ an, weshalb „Black Feet – White Voices“ sich auch für soziale Projekte engagieren und Benefizkonzerte geben. Auch einige CD gibt es bereits, die nächste wird am Wochenende 16./17. Januar in der Löbstedter Kirche eingesungen.Doch warum der eigenartige Name „Schwarze Füße – Weiße Stimmen“? „Die Gospel-Musik liegt ist einst aus den Gesängen schwarzer Sklaven entstanden, die auf den Baumwollplantagen für ihre weißen Herren hart arbeiten mussten. ,Schwarze‘ Stimmen haben wie die echten Gospelsänger haben wir nicht. Aber hin und wieder schwarze Füße.“Ein Herzenswunsch für das Jubiläumsjahr? „Zwei ganz tiefe Bässe.“ Almut Elsässer lacht: „Im Ernst: Gute Männer- und Frauenstimmen sind bei uns willkommen“, sagt sie. Die Proben finden einmal wöchentlich, donnerstags ab 19.45 Uhr im Gemeindezentrum, August-Bebel-Straße 17 statt. Außerdem geben wir nur sechs oder sieben Konzerte im Jahr, was bedeutet, dass wir familienfreundlich sind.“

Lioba Knipping / 05.01.16 / TLZ

Weihnachtskonzert

Gleich zu Beginn des neuen Jahres läd der Kirchenchor zum musikalischen Abschluss des vergangenen Weihnachtsfestes und lässt bei seinem Weihnachtskonzert ganz sicher noch einmal den einen oder anderen besinnlichen Moment aufkommen. Alle Gemeindemitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen, das neue Jahr mit wohlklingendem Gesang willkommen zu heißen.

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