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Author: Webmaster

Bürgermeister Perschke

Gedanken zum neuen Jahr

Die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Aber das kann kein Grund sein, die Hoffnung aufzugeben.
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.
Niemand weiß, ob Luther diesen Satz wirklich so gesagt hat.Trotzdem ist er tröstlich, gerade jetzt, wo es sich tatsächlich so anfühlt, als könnte morgen schon die Welt untergehen. Gerade jetzt stellt sich die Frage, wie weitermachen in diesen „postfaktischen“ Zeiten, in der Argumente nicht mehr zählen und offensichtlich die absurdesten Dinge geschehen können. Die Vernunft setzt sich durch, das Bessere siegt, schien ein unumstößliches Naturgesetz, vor allem in Europa. Der gesellschaftliche Fortschritt in allen Lebensbereichen war beinahe unaufhaltsam, manchmal etwas schleppend, aber die Richtung stimmte. Wenn nun der Fortschritt an der Macht ist, sozusagen zum Establishment wird, was macht das mit den Menschen, die sich dem nicht zugehörig und manchmal abgehängt fühlen. Und mit denen, die oft auf der Seite der Unterdrückten und Entrechteten standen und nun plötzlich zu den Eliten gehören sollen. Beide haben den Kontakt zueinander verloren, so dass die einen „Denkzettel“ verteilen und die anderen darüber überrascht sind. Viel schwerwiegender ist aber, dass bei all dem Fortschritt, die Aufmerksamkeit verloren gegangen ist, auf die Folgen unseres guten Lebens, trotz Mülltrennung,
Bioenergie und -kost, Geschlechtergleichheit,….

Insofern ist der Fortschritt lediglich Makulatur und hat uns bequem gemacht. Wenn die kommenden Zeiten ungemütlich werden, bedeutet es herunterzukommen vom Anspruch, die Welt retten zu wollen, sondern sachlich, das zu tun, was man als richtig erkannt hat, ohne wütend und zynisch zu sein. Manche nennen das auch Haltung.
Ein Dorf kann eine ganze Streuobstplantage anlegen.

Seien Sie dabei.
Ihr Bürgermeister Hans-Peter Perschke

Quelle: http://bioenergiedorf.schloeben.de/informationen/woellmisse-anzeiger-nr-63/

Weinverkostung Wein und Schokolade

im Familienzentrum in Schlöben

Samstag, 16. April 2016
Beginn 19.00 Uhr

 

Pia Santo aus dem VOM FASS Geschäft Jena und Susanne Assmann von Schokoladen-Kunst laden Sie zu einer interessanten Verkostung in das Familienzentrum in Schlöben ein.

Probieren Sie erlesene Flaschenweine aus dem VOM FASS Sortiment sowie edle Schokoladen und Pralinen von Schokoladen-Kunst und finden Sie Ihre eigene Lieblingskombination.

Preis 25,- € / Person

Mindestteilnehmerzahl 20 Personen es sind noch Plätze frei!

Anmeldung bei Pia Santo Tel. 0174/9704722

Geschäftsführer/in
Frau Pia Santo
Oberlauengasse 21-22
07743  Jena

vom FASS
Tel. 03641 231735
Fax 03641 231736
piasanto@gmx.de

 

 

vomFass

Wir sind Energie-Gewinner.

Grund zur Freude

Das Bioenergiedorf Schlöben hat früh auf die eigene Energie gesetzt

Knisternd verschlingt das Feuer die Tannennadeln, Flammen erhellen die Dunkelheit: Kein Grund zur Beunruhigung! Schließlich richtet die Freiwillige Feierwehr Schlöben selbst das Knutsfeuer aus, die alljährliche Verbrennung alter Tannenbäume im Park – und sie ist bestens ausgestattet.

Die Feuerwehr profitiert davon, dass die Gemeinde weitgehend unabhängig ist in ihrer Energieversorgung. Die Wärme- und Energieerzeugung trägt zur lokalen Wertschöpfung bei und generiert neues Geld, das zum Beispiel für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr verwendet werden kann.

Zwt.: Zuzug statt Abwanderung: Der Ort trotzt dem Trend

Die nahe Jena gelegene Gemeinde ist das erste Bioenergiedorf Thüringens. Die Auszeichnung wurde ihr vom Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen für das ganzheitliche Konzept, die innovative Technik, den effizienten Umgang mit Ressourcen und das hohe bürgerschaftliche Engagement. Heute zählt der Ort Schlöben knapp 500 Einwohner, vor zwanzig Jahren waren es 210.

Die Idee einer selbst organisierten, ökologischen Energieerzeugung wurde vor Ort geboren und gezielt entwickelt. Die Bürger waren eingebunden. Ein wichtiger Schritt war die Gründung der Genossenschaft „Bioenergiedorf Schlöben eG“ 2009, ein weiterer der Bau einer Biogasanlage 2011. Über ein eigenes Nahwärmnetz versorgt es Kindergarten, Schule, Gemeindeeinrichtungen und Schule sowie viele Haushalte zu günstigen Preisen. „Und weil wir in Schlöben ja immer einen Schritt voraus denken, haben wir mit dem Nahwärmenetz auch gleich Glasfaser verlegt. Jetzt haben wir hier unser eigenes, superschnelle  Internet“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Perschke.

Zwt: Der regionale Kreislauf funktioniert

Die Biogasanlage samt eines Blockheizkraftwerkes und Holzhackschnitzelkessel für Spitzenlastzeiten wird vom örtlichen Agrarunternehmen betrieben. „Bei der Energieversorgung funktioniert der regionale Kreislauf“, sagt Bürgermeister Perschke. „Die Agrargenossenschaft liefert die Rohstoffe, die Reste landen wieder als Dünger auf dem Feld.“

An der Genossenschaft haben sich mittlerweile über 100 Mitglieder beteiligt, die mehr als 400 Anteile zu je 500 Euro erworben haben. „Die Vorteile, die uns eine eigene Energieversorgung bringt, sind vielfältig“, findet Bürgermeister Perschke. „Wir können uns ein eigenes Familienzentrum leisten, wir haben niedrige Wärmepreise.“ Und dann ist da noch die Feuerwehr, die erst kürzlich mit einem neuen Fahrzeug und neuen Helmen ausgestattet wurde.

Quelle: Flyer des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz

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Youtube: Thüringer Energiegewinner-Geschichten: Voller Einsatz für das Bioenergiedorf Schlöben

Wie man mit Bioenergie beim Brände löschen hilft, zeigt das Bioenergiedorf Schlöben. Dort wird seit 2011 eine Biogasanlage betrieben. Die erzeugt günstigen Strom und Wärme. Und Überschüsse, die die Gemeinde in eine neue Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr investieren konnte.

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Neue Skulpturen-Gruppe bereichert den Novalisweg bei Schlöben

Gröbener Verein „Realia“ gelingt es, Geld für den Kauf der Skulpturen zusammenzubringen. Kunstwerke von Barbara Neuhäuser können am Abzweig Rabis, in Zöttnitz sowie am Waldrand der Wöllmisse bewundert werden.

Schlöben. „Wir fühlen uns sowohl der Heimatpflege als auch der Kultur im Ort verpflichtet“, begründete Realia-Vorsitzender Andreas Ebing den Kauf der Skulpturen, die künftig den 2010 eingeweihten Novalis-Skulpturenweg bereichern werden.Die Gruppe „Sein. Vom Wachsen und Werden I bis III“ stammt von Bildhauerin BarbaraNeuhäuser aus Rabis und konnte dank einer Lottomittel-Zuwendung aus der Thüringer Staatskanzelei in Höhe von 5000 Euro an den Heimatverein dauerhaft für den Novalisweg erworben werden.

Dichter nutzte Verbindung nach Jena

Der Weg selbst verbindet Schlöben mit Jena auf eine durchaus romantische Art. Soll doch der junge Dichter Novalis – eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (1772 bis 1801) – einst bei seinen Besuchen auf dem Hardenbergschen Gut in Schlöben den Weg über die Wöllmisse genommen haben, um nach Jena zu gelangen. Ganz sicher war er nicht nur in seiner Jenaer Studienzeit, sondern auch während des legendären Treffens der Romantiker vom 11. bis 15. November 1799 auf diesem Weg unterwegs. So führt der 13,5 Kilometer lange Weg von der Schlöbener Kirche über Rabis und das Vorwerk Fraitsch auf den Kammweg der Wöllmisse und von dort aus nach Drackendorf bis zum Romantikerhaus. Intention der damaligen Ideengeber war es, dass namhafte Künstler den Weg mit ihren Werken aufwerten.

Stellte man anfangs noch Leihgaben entlang des Weges aus, so sind nun einige Werke dauerhaft im Besitz der Gemeinde Schlöben. So unterstützte das Thüringer Umweltministerium jetzt mit 2500 Euro den Ankauf der „Schöpfung“, die im Ortszentrum von Schlöben steht. Antragsteller war auch hier der Gröbener Verein „Realia“.Schlöbens Bürgermeister Hans-Peter Perschke sieht in dem Weg einen weiteren Grundstein für Nachhaltigkeit gelegt. Neben dem Bioenergieweg, dem historischen Rundweg durch die Gemeinde und dem Bienenweg verfüge man mit dem Novalis-Skulpturenweg über eine hervorragende touristische Infrastruktur. Die werde inzwischen auch intensiv von Wanderern und Erholungssuchenden genutzt, verwies er unter anderem auf ganze Gruppen, die am Wochenende die Region erkunden, beispielsweise die Onkologen des Universitätsklinikums Jena. „Die haben sich tatsächlich auf die Spuren der Frühromantiker begeben.“Über die Regionale Aktionsgruppe (RAG) will man nun erkunden, die man die Region weiter touristisch aufwerten kann. Perschke geht es dabei um Projekte, die dauerhaft Zuspruch finden werden und die eine Art Werthaltigkeit haben. So könnte er sich vorstellen, dass man auf der Wöllmisse – das große Hochplateau zwischen Schlöben undJena – einmal einen Aussichtsturm mit Gastronomie errichtet. Konkrete Planungen hierfür gibt es zwar nicht, aber die Idee sei bereits seit längerer Zeit in den Köpfen einiger Macher, verriet er.Nicht zuletzt rücken über die Kulturschiene das kleine Örtchen Schlöben und die große Stadt Jena immer näher aneinander. Ist doch der Novalisweg aus einer Kooperation zwischen den Künstlern und der Gemeinde mit JenaKultur und dem Romantikerhaus entstanden.Mit im Boot war und ist auch der Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland, der sich um die Beschilderung des Weges kümmerte.

Frank Kalla / 05.11.15 / OTZ
Quelle: http://eisenberg.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Neue-Skulpturen-Gruppe-bereichert-den-Novalisweg-bei-Schloeben-1053813353

Die Biogasanlage in Mennewitz bei Schlöben kurz vor der Inbetriebnahme. Foto: Frank Kalla

Sorge um Zukunft von Biogasanlagen als wichtige Einnahmequelle für Bauern auch im Saale-Holzland-Kreis

Über ein Dutzend Biogasanlagen sind derzeit im Saale-Holzland-Kreis im Betrieb. Kreisbauernchef Siegfried Stenzel sorgt sich um die Zukunft der für die Agrarunternehmen wichtigen Einnahmequellen.

Stadtroda/Mörsdorf/Schlöben. Ausgerechnet in Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) haben auch die Landwirte in der Region eine streitbare Befürworterin einer weiteren Förderung von Biomasseanlagen gefunden. Auf Drängen von Bayern,Thüringen und Rheinland-Pfalz forderte der Bundesrat Ende Dezember 2015 die Bundesregierung auf, die Stromerzeugung aus Biomasse bei der zukünftigen Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EGG) nicht zu vernachlässigen.Ein Schritt in die richtige Richtung sei das, sagt der für den Kreisbauernverband Eisenberg/Jena/Stadtroda e.V. zuständige Regionalreferent Siegfried Stenzel. Er sorgt sich um die Zukunft insbesondere der älteren Anlagen, die wohl ohne weitere Einspeisevergütung dicht gemacht werden müssten. „Das wäre ökologisch, aber auch ökonomisch völliger Unfug.“

Erste Biomasseanlagen wurden um das Jahr 2000 im Saale-Holzland-Kreis errichtet. Inzwischen findet man die umweltfreundlichen Stromerzeugungsanlagen unter anderem in Mennewitz, Lotschen, Golmsdorf, in Weißbach, Etzdorf, Königshofen, Mörsdorf,Schkölen, Graitschen auf der Höhe, Reinstädt, Milda, Altengönna, Frauenprießnitz,Rauschwitz, Möckern sowie in Thiemendorf und Schöngleina.Der Betrieb der Anlagen und die daraus erzielten Erlöse sind längst zu einem wichtigen Standbein für die Agrarunternehmen geworden. Darüber hinaus sorgen die Anlagen aber auch für Versorgungssicherheit beim Strom, weil sie anders als Photovoltaik oder Windräder kontinuierlich Strommengen ins Netz einspeisen. „Biomasseanlagen sind grundlastfähig, schon von daher müsste ein Interesse bestehen, diesen Sektor bei den erneuerbaren Energien am Leben zu erhalten“, sagt Stenzel.

Kein Ammoniakgestank bei der Felddüngung

Stenzel weiß aber noch einen weiteren Vorzug der Anlagen zu nennen. „Die Gülle kommt besser homogenisiert auf das Feld, durch die hohe Gärrestverwertung kann man verstärkt auf Kunstdünger verzichten.“Stimmt, sagt Hartmut Bur­gold, Geschäftsführer der Mörsdorfer Agrar GmbH. Sein Unternehmen, das allein in Mörsdorf 3000 Sauen und 6000 Läufer hält, ließ 2002 für über vier Millionen Euro eine große Biomasseanlage errichten, in der jährlich 45 000 Kubikmeter Schweinegülle, bis zu 8000 Tonnen Hühnertrockenkot und zwischen 15 000 bis 20 000 Tonnen Maissilage zur Gas- beziehungsweise Stromerzeugung verarbeitet werden. „Durch die Vergärung der Gülle gibt es beim Austragen der Reststoffe auf die Felder beispielsweise keine Ammoniakemissionen mehr.“ Zudem könne das Substrat besser von den Pflanzen verwertet werden. 12 000 Megawatt Strom erzeugt die Mörsdorfer Anlage im Jahr, die Erlöse tragen in nicht unerheblichem Maß dazu bei, dass das Unternehmen trotz der Preisschwankungen auf dem Schweinemarkt relativ stabil produzieren kann. So heizt man die Ställe mit der Abwärme und verbraucht einen Teil des selbst produzierten Stromes selbst. Burgold selbst blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Wenn das mit dem Strom nichts mehr bringe, speise man eben Biomethan ins Erdgasnetz, sieht er eine denkbare Einnahmequelle.Hans-Peter Perschke, Bürgermeister des Bioenergiedorfes Schlöben, das seine Fernwärme von der Mennewitzer Biomasseanlage bezieht, sieht keinen Grund zur Panik. Immerhin würden ja 95 Prozent der erzeugten Energie noch jahrelang vergütet, sagte Perschke. Wichtigster Vorteil der Schlöbener Bioenergiegenossenschaft sei aber, dass man zusätzlich Geld mit dem Verkauf von Fernwärme verdiene und Großabnehmer darunter habe. Und wenn nach 15 Jahren die Refinanzierung abgeschlossen sei, rede man ohnehin über ganz andere Kosten. Deshalb glaube er auch nicht, dass sich der Betrieb von Biomasseanlagen ohne Förderung nicht mehr lohne. „Die Zeit wird zeigen, ob das stimmt.“


Frank Kalla
/ 09.01.16 / OTZ

Aus dem Geschichtsverein

GeschichtsvereinDas für den Ort Schlöben so ereignisreiche Jahr 2015 mit seiner gelungenen 825-Jahrfeier, über die schon ausführlich berichtet wurde, fand mit der Busexkursion unseres Vereins einen weiteren berichtenswerten Höhepunkt. Die Fahrt ging diesmal nach Schmalkalden. Dort war nicht nur die diesjährige Thüringer Landesgartenschau, sondern auch eine wunderschön restaurierte Altstadt und das Schloss Wilhelmsburg mit einer in dieser Zeit laufenden Ausstellung über die Geschichte der Reformation zu bestaunen. Die Resonanz zu dieser Fahrt war gut, der Bus war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Nicht nur Vereinsmitglieder hatten das Angebot angenommen, sondern auch viele Einwohner aus der Gemeinde Schlöben und den umliegenden Ortschaften. Sogar Jenenser nahmen teil.
In Schmalkalden erwartete uns als erstes eine Führung durch die historische Altstadt mit ihren vielen schönen und herausgeputzten Fachwerkhäusern.
Zwei engagierte und fachlich best beschlagene Stadtführerinnen geleiteten uns mit vielen Erläuterungen durch die Straßen und Gassen der Stadt bis hin zur Wilhelmsburg, die als Wahrzeichen etwas über der Stadt thront. Die Burg ist vom hessischen Landgrafen, zu dessen Hoheitsgebiet Schmalkalden damals gehörte erbaut worden und war der Gründungsort des Schmalkaldischen Bundes, eines Zusammenschlusses protestantischer deutscher Länder gegen die kaiserlichen Bestrebungen der Gegenreformation. Über all die informierte die im Schloss gezeigte Ausstellung i sehr informativer Weise.
Nach einem guten Mittagessen im Gelände der Landesgartenschau konnte sich dann jeder individuell die Gartenschau zu Gemüte führen. Da war für jeden etwas dabei: herrliche Blumen-Arrangements, Vorschläge zur Gartengestaltung, Spielplätze für Kinder und Erwachsene, Möglichkeiten, einfach in der Herbstsonne zu sitzen usw.
Nach angemessener Zeit traf man sich wieder an der Kaffeetafel und dann ging es im bequemen Reisebus wieder Richtung Heimat.
Einige Schnappschüsse von der Fahrt:

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Mit Musik Menschen zusammenbringen

Acht- bis zehnstimmig, ohne Strom und Verstärker: Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ wird dieses Jahr 20.

Jena. Es war das Jahr 1996: Almut Elsässer hatte kurz zuvor das Spezialgymnasium für Musik in Gera absolviert und erst einmal keine Lust darauf, ein Studium aufzunehmen. Sie bewarb sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der evangelischen Jugendarbeit in Jenaund betreute das Projekt „Nistkasten“. Doch weil sie so völlig ohne Musik auch nicht sein konnte, begann sie bereits in jenem Jahr, zunächst mit Jugendlichen Gospels zu singen. Aus anfänglich eher sporadischem Singen entwickelte sich schnell ein richtiger Chor. In diesem Jahr wird der Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ nun schon 20 Jahre alt.Inzwischen ist der Chor längst auch über Jenas Stadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Gesungen wird acht- bis zehnstimmig und doppelchörig. Und der Chor wird sogar von wahren Gospel-Legenden wie Deborah Woodson geschätzt, die sich im vergangenen Jahr den Chor zur Unterstützung für ein Konzert in Jena holte. „Das war für uns eine spannende Erfahrung“, sagt Almut Elsässer.Doch vor dem Erfolg galt es, die Mühen der Ebene zu durchqueren. Bei einem Jugendkirchentag auf der Wartburg in Eisenach – der Chor war damals gerade mal ein Jahr alt – waren die Mitglieder zwar vollständig angereist, doch brachte niemand nicht den Mut auf, sich einem großen Publikum zu stellen. Man reiste unverrichteter Dinge – und unerkannt – wieder ab. Folgen gab es keine, niemand hatte offenbar bemerkt, dass ein Programmpunkt fehlte.

Der Jenaer Gospelchor, der aus etwa 30 Mitgliedern besteht, kommt ohne jegliche Begleitinstrumente aus. Allein mit der Kraft seiner Stimmen und einer unbändigen Begeisterung für diese Art der Musik gelingt es, große Konzertsäle ebenso wie kleine Kirchen zum Klingen und Schwingen zu bringen. Der Funke der Begeisterung springt auf das Publikum über. Man spürt bei jeder Sängerin und jedem Sänger, welche große Freude sie daran haben. Das kommt nicht zuletzt auch darin zum Ausdruck, dass sie sich selbst bei einigen Titeln mit einer Percussion – Händeklatschen und Geräuschen – begleiten. „Wir können überall singen, brauchen weder Strom noch Verstärker“, sagt Almut Elsässer.Das Repertoire des Chores umfasst neben Gospels auch Spirituals und Traditionals. Hinzu kommen Arrangements von Popsongs sowie Ausflüge in die Weltmusik wie Jazz oder Musik aus Afrika. „Musik ist für uns ein wunderbares Medium, um Menschen zusammenzubringen“, sagt Almut Elsässer, die zudem betont, dass der Chor ohne die engagierte Mithilfe von Musikschaffenden und Musikinteressierten aus Jena nicht dort wäre, wo er heute ist.„Wir haben Kirchenmusikdirektor Martin Meier und dem Sprecher der evangelischen Kirche Jena, Ralf Kleist, sehr viel zu verdanken. Die beiden haben es möglich gemacht, dass wir regelmäßig im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde proben können.“ Zuvor habe man lediglich Provisorien zum Proben gehabt wie beispielsweise das Gärtnerhaus auf dem Johannisfriedhof, einen Raum in der IGS „Grete Unrein“ oder einen Raum in der JG Stadtmitte. Meier und Kleist sowie der ehemalige Jenaer SuperintendentDiethard Kamm hätten dem Chor große Unterstützung zuteil werden lassen.Almut Elsässer hat als Chorleiterin ihre eigenen Solo-Ambitionen erst einmal hinten angestellt. Was sie sich als Dirigentin bisher autodidaktisch angeeignet hatte, das betreibt sie nun auch professionell: Sie absolviert eine Chorleiterausbildung an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar. Musik machen zu können sieht sie als „Geschenk“ an, weshalb „Black Feet – White Voices“ sich auch für soziale Projekte engagieren und Benefizkonzerte geben. Auch einige CD gibt es bereits, die nächste wird am Wochenende 16./17. Januar in der Löbstedter Kirche eingesungen.Doch warum der eigenartige Name „Schwarze Füße – Weiße Stimmen“? „Die Gospel-Musik liegt ist einst aus den Gesängen schwarzer Sklaven entstanden, die auf den Baumwollplantagen für ihre weißen Herren hart arbeiten mussten. ,Schwarze‘ Stimmen haben wie die echten Gospelsänger haben wir nicht. Aber hin und wieder schwarze Füße.“Ein Herzenswunsch für das Jubiläumsjahr? „Zwei ganz tiefe Bässe.“ Almut Elsässer lacht: „Im Ernst: Gute Männer- und Frauenstimmen sind bei uns willkommen“, sagt sie. Die Proben finden einmal wöchentlich, donnerstags ab 19.45 Uhr im Gemeindezentrum, August-Bebel-Straße 17 statt. Außerdem geben wir nur sechs oder sieben Konzerte im Jahr, was bedeutet, dass wir familienfreundlich sind.“

Lioba Knipping / 05.01.16 / TLZ

Umweltpreis 2015 für Nikolaus Huhn

Nikolaus Huhn (r.) aus Schlöben hat am Mittwoch den Umweltpreis 2015 des Saale-Holzland-Kreises erhalten. Foto: Angelika Munteanu
Nikolaus Huhn (r.) aus Schlöben hat am Mittwoch den Umweltpreis 2015 des Saale-Holzland-Kreises erhalten. Foto: Angelika Munteanu
Eisenberg. Der Preisträger des Umweltpreises 2015 des Saale-Holzland-Kreises heißt Nikolaus Huhn. Landrat Andreas Heller (CDU) hat dem Umweltaktivisten aus Schlöben gestern zu Beginn der Kreistagssitzung den mit 1000 Euro dotierten Preis überreicht.Die Jury aus den Mitgliedern des Kreistagsaussschusses für Tourismus, Umwelt und Landwirtschaft hatte Nikolaus Huhn aus drei Vorschlägen zum diesjährigen Sieger gewählt. Huhn lebt auf dem Land in Schlöben konsequent öko. Seine fünfköpfige Familie verzichtet auf ein eigenes Auto und ist mit dem Rad und dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs, um Arbeits- , Schul- und Lebensalltag zu organisieren. „Das braucht zuweilen mehr Zeit“, räumte er nach der Preisverleihung im OTZ-Gespräch ein. Aber es schaffe auch Zeit. Denn auf manches werde ohne Auto eben verzichtet. Er sei froh, dass seine Kinder mit dem konsequenten ökologischen Landleben und dem Verzicht auf Spritztouren mit dem Auto zu Freizeitaktivitäten gut klargekommen seien.Sein Dasein als „Ökofuzzi“ sieht der Umweltaktivist jedoch mit einem Augenzwinkern. Und so bedankte er sich beim Kreistag nicht nur für die Verleihung des Preises, sondern auch dafür, dass die Jurymitglieder bei der Entscheidungsfindung sein „Leben nicht allzu genau unter die Lupe genommen haben.“ Denn wenn es Not tut, mietet er auch mal einen automobilen Transport, um für seine Aktionen von A nach B zu kommen. Beispielsweise.

Thüringenweit bekannt mit Hörendem Fußmarsch

„Energieeinsparung, Schonung natürlicher Ressourcen und Nutzung regenerativer Energien bestimmen nicht nur sein familiäres, sondern auch sein berufliches Leben als selbstständiger Energieberater und in seiner Fachfirma für Energiedämmung. Daneben engagiert er sich ehrenamtlich“, hieß es in der Laudatio des Landrates zur Preisverleihung. So hat Nikolaus Huhn in mehr als 60 Schulprojekten in Ost- und Mittelthüringen Schüler mit dem Thema Energiesparen in Theorie und Praxis vertraut gemacht und zum Nachdenken über ihre Lebensgewohnheiten angeregt.Im Jahr 2009 initiierte er den „Thüringer Energiemarsch“, der ihn zusammen mit wechselnden Mitstreitern zu öffentlichen Diskussionsforen in mehrere Thüringer Städte führte. Im Jahr 2013 führte ihn sein „Hörender Fußmarsch“ innerhalb von sieben Wochen durch mehr als 50 Städte und Gemeinden Thüringens. Als Aktionskünstler suchte Huhndie Begegnung mit Menschen, die auf unterschiedlichen Gebieten bewusst oder unbewusst Stärken und Potenziale ihrer Region nutzen, um ressourcenschonend den Alltag zu bestreiten. Und er suchte nach Ansätzen für ein Leben als Selbstversorger in Situationen, in denen heutige Quellen für billige Energie, Nahrung, Konsumgüter und dergleichen kurzzeitig oder dauerhaft gestört sein könnten.In diesem Jahr wurde Nikolaus Huhn auch als Buchautor bekannt. Im Mitteldeutschen Verlag ist sein Buch „Thüringen in kleinen Schritten – Notizen vom Hörenden Fußmarsch“ erschienen. Darin berichtet er auf ernste und zugleich unterhaltsame Weise über seine Erlebnisse und Gespräche.Und seit wenige Tagen ist Nikolaus Huhn auch Mitglied der Nachhaltigkeitsbeirates des Freistaates Thüringen.

Preis als Anstoß zum Umdenken für andere

„Sein Einsatz soll mit dem Umweltpreis 2015 gewürdigt werden – verbunden mit der Hoffnung, dass diese energie- und umweltbewusste Lebensweise auch anderen Menschen als Anstoß zum Überdenken alltäglicher Gewohnheiten dient und Anregungen für das eigene umweltbewusstere Verhalten liefert“, sagte der Landrat.„Nicht jeder wird dies mit der Konsequenz von Herr Huhn umsetzen wollen oder auch können. Aber auch die Änderung kleiner, bequemer Gewohnheiten kann ein Beitrag zur Einsparung von Energie und Ressourcen jedes Einzelnen von uns sein. Nikolaus Huhn ist einer der Menschen, die dafür den Anstoß liefern, die den Mut und die Ausdauer haben, den Weg aufzuzeigen“, sagte Heller.Den Ursprung seines Umweltbewusstseins erklärte der Preisträger im OTZ-Gespräch mit einem Satz: „Ich bin Katholik.“ Damit steht er für die Schöpfungslehre, die das Bewahren der von Gott gegebenen Natur einschließt. Einen Plan, wofür er die 1000 Euro Preisgeld verwenden will, hat der Umweltaktivist auch: „Ich möchte damit eine Aktion unterstützen gegen den Drohnenkrieg“, sagte Klaus Huhn. Denn ferngesteuerte Drohnen und ihre Lenker sieht er als eine neue Gefahr für die Menschheit. Von Nikolaus Huhn, dem thüringenweit agierenden, preisgekrönten Umweltaktivisten aus dem kleinen Schlöbenwird in Zukunft mit Sicherheit noch zu hören sein.

Quelle: http://eisenberg.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Nikolaus-Huhn-aus-Schloeben-erhaelt-den-Umweltpreis-2015-des-Saale-Holzland-Krei-891183895


 MDR FIGARO trifft… Nikolaus Huhn 49:42min vom 05.09.2015

Was tun, wenn Selbstverständlichkeiten nicht mehr selbstverständlich sind? Diesen Fragen ist der Aktionskünstler mit seinem „Hörmobil“ in Thüringen nachgegangen.

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